Wie wichtig ist Kinder- und Jugendmedizin?

In Deutschland hat jedes Kind Anspruch auf Vorsorgeuntersuchungen. Diese dienen der Gesundheitsvorsorge und Früherkennung von Krankheiten, parallel dazu helfen präventive Maßnahmen wie Schutzimpfungen, Erkrankungen bereits im Vorfeld zu bekämpfen.

Die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen haben sich in den letzten 50 Jahren verändert – damit sieht sich auch der Kinderarzt mit neuen Erkrankungen und Themenfeldern konfrontiert. Während die „klassischen Gesundheitsrisiken“ wie Mangelernährung, mangelnde Hygiene und Infektionen zurückgehen, sind neue Risiken entstanden und haben zu einem veränderten Krankheitsbild bei der jungen Generation geführt. Besonders das zunehmende Auftreten psychosomatischer Beschwerden wird von Experten immer häufiger beobachtet. In neueren Studien zur Verbreitung psychischer Auffälligkeiten zeigt sich ein signifikanter Anstieg psychischer Probleme unter Jugendlichen in Form von Depressionen, Essstörungen und aggressivem Verhalten. In der überwiegenden Zahl der Fälle handelt es sich zwar lediglich um Auffälligkeiten, jedoch sind diese manchmal als Vorläufer von psychischen Erkrankungen im Erwachsenenalter zu betrachten. Stichworte in diesem Zusammenhang sind u.a. ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung) und der immer größere Leistungsdruck, dem die Kinder heute in der Schule ausgesetzt sind. Dieser kann zu einer Überforderung führen, die auch gesundheitliche Auswirkungen mit sich bringt.

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