Nürnberg als Münzstätte

Das Münzrecht, also die Befugnis, Münzen zu prägen und das Geldwesen im eigenen Herrschaftsbereich zu regeln, war zur Zeit der Karolinger fast vollständig ein königliches Monopol. Doch bereits im 10. und 11. Jahrhundert ist eine Aufsplitterung des Münzrechts auf andere geistliche und weltliche Herrschaftsträger festzustellen. Damals wurden im fränkischen Raum bereits in Würzburg und Bamberg Münzen geprägt. Die wichtigste Münzstätte in Franken war dann aber Nürnberg. Bereits 100 Jahre nach der ersten urkundlichen Erwähnung Nürnbergs, also Mitte des 12. Jahrhunderts, wurden die ersten Münzen in der Noris geprägt. In der Folgezeit war Nürnberg nicht nur eine der zentralen Handelsstädte des Kontinents sondern auch Kreismünzstätte des Fränkischen Kreises, dessen Reichsstädte hier ihre Münzen prägen lassen mussten. Die Prägung von Münzen endete in Nürnberg 1807.
Zu den bekanntesten Nürnberger Prägungen gehören beispielsweise der Laurentiusgoldgulden und die Lammdukaten. Ausgesprochen reizvoll sind aber auch die Medaillen und Gedenkmünzen, auf denen Nürnberg seine eigene Geschichte dokumentierte. Diese Medaillen konnten Bezug auf Friedensschlüsse, Kaiserkrönungen oder ähnliche Ereignisse haben, die auch außerhalb der Reichsstadt von Bedeutung waren. Über mehrere Jahrzehnte hinweg verschenkte der Rat der Stadt beispielsweise goldene und silberne Medaillen auf denen sich Nürnberg damit schmückte, dass in der Stadt die Reichskleinodien aufbewahrt wurden.



Rechenpfennige
Eine Besonderheit sind aber auch die „Rechenpfennige“. Diese wurden zum „Rechnen auf Linien“ verwendet, einer Rechenmethode, die im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit in Mitteleuropa gebräuchlich war. Der größte Teil der in Europa hergestellten Rechenpfennige, die im Gegensatz zu Münzen keine Kaufkraft besaßen, wurde seit dem 16. Jahrhundert in Nürnberg geprägt und verbreiteten sich von hier aus in ganz Europa.

Münzen Frank
Eines der größten Angebote an Münzen der Stadt Nürnberg bietet die Firma Münzen-Frank OHG in Nürnberg. Das Unternehmen wurde im Jahr 1965 in Nürnberg gegründet und wird heute von Thomas Frank und seinem Sohn Daniel Frank in der dritten Generation geführt. Das Ladengeschäft befindet sich am Theresienplatz 2-4, unweit des Nürnberger Rathauses und hat vor allem Münzen aus dem deutschsprachigen Raum von etwa 1500 bis heute im Angebot.
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