Zuerst waren die Schweine da

Der Trödelmarkt im Wandel der Jahrhunderte

Der „Trödelmarkt“, auf einer Insel in der Pegnitz gelegen, zählt zweifellos zu den schönsten und stimmungsvollsten Plätzen der Stadt. Die harmonische Mischung aus kleinen Läden und Gastronomie verleiht ihm sein ganz eigenes Flair, das von Einheimischen wie Besuchern gleichermaßen geschätzt wird. Nicht zuletzt bei Veranstaltungen, wie dem Bardentreffen, herrscht auf diesem Platz, etwas abseits der großen Spielstätten und trotzdem nur wenige Meter vom Hauptmarkt gelegen, eine unverwechselbare, intime Atmosphäre.

Vom Säumarkt...

Ein Markt wurde auf der Insel bereits im Mittelalter abgehalten. Damals wurden dort aber noch Schweine gehandelt, weswegen der Platz den Namen „Säumarkt“ oder auch „Säumarktinsel“ erhielt. 1444 errichtete man an dieser Stelle, zusätzlich zu den bereits bestehenden Fleischbänken an der Südwestseite des Hauptmarktes ein Fleischhaus, die sogenannte „Kleine Fleischbank“.

...zum Trödelmarkt
Vom 16. Jahrhundert an begannen die Bürger der Sebalder Altstadtseite auf der Insel mit dem Handel von Alt- und Gebrauchtgegenständen. Doch es dauerte noch Jahrhunderte, bis der „Säumarkt“ 1809/1810 offiziell in „Trödelmarkt“ umbenannt wurde. Ende des 19. Jahrhunderts musste dann auch das Fleischhaus einer neuen Markthalle weichen. Von der historischen Bausubstanz des „Trödelmarkts ist heute leider nichts mehr erhalten. Im Zuge der verheerenden Luftangriffe des Jahres 1945, wurden die schmalen Häuserzeilen mit ihren vorgelagerten Verkaufsbuden völlig zerstört. Beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg wurde versucht, die kleingliedrige Bebauung nachzuempfinden und den einzigartigen Charme dieses Platzes zu erhalten. Ein Versuch, den man aus heutiger Sicht als durchaus gelungen bezeichnen kann.


Gaststätte Karl’s Brückla
Nach dem Schlendern über den Trödelmarkt erreicht man über die Karlsbrücke nach wenigen Metern das „Karl’s Brückla“, eine der ältesten Gaststätten Nürnbergs. Sie verbindet unter einem Dach Tradition und Moderne, das historische Ambiente und die neue Interpretation traditioneller Gerichte aus der fränkischen und deutschen Küche. Zu jeder Tageszeit erwartet die Gäste im „Karl‘s Brückla“ eine abwechslungsreiche Auswahl an schmackhaften Speisen – vom entspannten Mittagsmenü bis zu einem Dinner am Abend. Begleitet werden die leckeren Gerichte, bei denen großer Wert auf regionale und saisonale Zutaten gelegt wird, von einer großen Auswahl süffiger Fass- und Flaschenbiere sowie von edlen Tropfen aus den fränkischen Weinbergen.
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