1. FCN trennt sich von Sportvorstand Bornemann und Cheftrainer Köllner

Aufsichtsratssprecher Dr. Thomas Grethlein verkündete die Trennung von Sportvorstand Andreas Bornemann. (Foto: Udo Dreier)
NÜRNBERG (nf) - Nach 15 Spielen ohne Sieg, das Abstiegsgespenst vor Augen, hat der Aufsichtsrat des 1. FC Nürnberg beschlossen, sich mit sofortiger Wirkung von Sportvorstand Andreas Bornemann und damit auch von Cheftrainer Michael Köllner (seit März 2017 beim Club) zu trennen. Bornemann wollte an Köllner festhalten. Aufsichtsratssprecher Dr. Thomas Grethlein: ,,Wir haben den Sportvorstand gebeten, den Trainer zu beurlauben. Dieser Empfehlung ist Andreas Bornemann nicht gefolgt.“ 


Das ist die aktuelle Situation:

• Letzter Tabellenplatz, drei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.

• Vorübergehend übernehmen Co-Trainer Boris Schommers sowie Marek Mintal die Verantwortung auf dem Platz.

• Marcus Rößler (Marketing-Leiter) wurde zum Interimsvorstand benannt. Mit Finanz-Fachmann Niels Rossow ist Nürnberg als Verein laut Satzung weiter handlungsfähig.


So lautet die Stellungnahme des Aufsichtsrates:

„Wie viele unserer treuen Anhänger sind auch wir als Aufsichtsrat des 1. FC Nürnberg nicht zufrieden mit der sportlichen Situation, in der sich unser Verein gerade befindet. Vor allem der enttäuschende Auftritt im Pokalspiel beim Hamburger SV hat uns schwer getroffen. Dieses Spiel, gepaart mit der sportlichen Durststrecke in der Liga von 15 Begegnungen ohne Sieg, machte uns klar, dass wir als Gremium noch einmal einen genauen Blick auf die aktuelle Lage werfen und die momentane Situation erneut eingehend analysieren müssen. Natürlich sind wir uns bewusst darüber, dass die wirtschaftliche und sportliche Konsolidierung des 1. FCN über allem stehen muss. Doch gerade die sportlichen Ziele sehen wir durch die jüngsten Ereignisse und Ergebnisse stark gefährdet. Aus diesem Grund haben wir uns als Gremium dazu entschlossen, den bisherigen Sportvorstand Andreas Bornemann von seinem Amt zu entbinden. Leider konnten wir uns mit ihm nicht auf einen gemeinsamen Weg in die Zukunft, gerade auch in Bezug auf das Cheftraineramt verständigen. Wir möchten es nicht versäumen, Andreas Bornemann an dieser Stelle sehr herzlich für die geleistete Arbeit, insbesondere für seinen maßgeblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Konsolidierung und den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga, zu danken.“
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