Erlangen bringt den Tabellenführer aus Flensburg an den Rand einer Niederlage

(Foto: HJKrieg, Erlangen – Nico Büdel: nicht nur guter Kapitän sondern auch mehrfacher Torschütze
 
(Foto: HJKrieg, Erlangen) – Nikolas Katsigiannis war ein sicherer Rückhalt im Tor
Nürnberg: Arena Nürnberger Versicherung | Einen echten Handball-Krimi lieferte der HC Erlangen am achten Spieltag der DKB Handball-Bundesliga. Mit nur einem Tor unterlag der fränkische Erstligist dem amtierenden Deutschen Meister, der SG Flensburg-Handewitt
In der stimmungvollen Arena Nürnberger Versicherung, vor rund 4.300 Zuschauern, agierten die Erlanger trotz eines dezimierten Kaders über einen Großteil des Spiels auf absoluter Augenhöhe mit dem Star-Ensemble aus dem hohen Norden. Am Ende rettete die SG Flensburg-Handewitt den hauchdünnen Vorsprung über die Zeit und gewann knapp mit 26:27 (14:15).

Der HC setzte gleich den ersten Treffer
Der HC Erlangen startete im ersten Angriff direkt mit einem Treffer von Christopher Bissel in die Partie. Weltmeister Holger Glandorf setzte im Gegenzug aber direkt den Treffer zum 1:1 Ausgleich. Nach dem zweiten Foul von Golla an Büdel sahen die Gäste die Zwei-Minuten-Zeitstrafe. Die SG erhöhte in der achten Spielminute auf 2:5. Im Gegenzug erzielte Nico Büdel den dritten Treffer für den HC Erlangen. In der Defensive schaffte es der HC nicht immer die Torchancen der Flensburger zu verhindern. Das Star-Ensemble aus dem Norden kam vor allem über die Außenpositionen zum Torerfolg. Der wohl schönste Treffer der Partie fiel in der 11. Spielminute, als Nikolai Link per Kempa-Trick den Anschlusstreffer zum 6:7 erzielte. HC-Torwart Nikolas Katsigiannis parierte im Gegenzug den Siebenmeter von Jondal und Christoph Steinert machte kurzen Prozess und tankte sich zum 8:8 Torerfolg durch.

Die Erlanger kämpften um jeden Ball
Die darauffolgende Überzahlsituation spielte der Tabellenführer clever aus, sodass sich die SG bis zur 20. Minute einen drei Tore Vorsprung erarbeitete. Das Vorhaben, sich auf dem Spielfeld zu zerreißen und um jeden Ball zu kämpfen setzte die Mannschaft von Trainer Adalsteinn Eyjolfsson hervorragend um. Nach Ballgewinn von Thümmler war es Martin Murawski, der über die Linksaußen Position zum Torerfolg kam. In der Abwehr erkämpften sich die Franken in der 25. Minute wieder den Ball und kamen dann durch den Siebenmeter-Treffer von Steinert zum 12:12 Unentschieden. Angepeitscht von den lautstarken HC Fans war es Spielmacher Nico Büdel, der den HC drei Minuten vor der Pause in Führung brachte. Zur Pause trennten sich beide Teams mit 14:15.

Schwerer Start für den HC nach dem Wechsel
Nach dem Seitenwechsel agierte der HC zunächst in Unterzahl und musste direkt vier Treffer in Kauf nehmen. Im Angriff scheiterten die Franken nach dem Wiederanpfiff immer wieder am gut aufgelegten Keeper Bergerud, sodass der Meister aus Flensburg in der 42. Minute auf 16:22 davonziehen konnte. Dass der HC Erlangen sich nicht kampflos ergeben würde, demonstrierte der achtfache Torschütze Steinert in der 43. Minute mit seinem Treffer zum 19:22. In der Abwehr stellte der HC Erlangen auf 5:1 um. Die Umstellung trug Früchte, denn die Erlanger kamen nun häufiger zu Ballgewinnen und nutzten ihre Chancen auch im Angriff konsequenter. Büdel verkürzte zehn Minuten vor Ende mit seinem Treffer zum 21:23 auf zwei Tore. Im Gegenzug schnappte sich Schäffer in der Abwehr den Ball und Bissel riss kurz darauf die Zuschauer mit seinem Treffer zum 23:24 von ihren Sitzen.


Am Ende wurde es knapp für den Meister
Die Franken trafen in der 57. Minute zum 24:25 und spätestens zu diesem Zeitpunkt hielt es keinen der über 4000 Zuschauer mehr auf ihren Plätzen. Diese letzten Minuten des Spiels waren echter Handball-Krimi. Eine Minute vor Schluss behielt Christoph Steinert die Nerven und traf von der Siebenmeterlinie zum 26:27. Die SG spielte ihren letzten Angriff sehr lange aus und die Franken kamen leider nicht mehr in den Ballbesitz, um sich für ihren Kampf mit einem Punkt zu belohnen.

"Ich bin heute trotz der Niederlage richtig stolz auf meine Mannschaft. Trotz der dünnen Personaldecke haben wir nie aufgehört zu kämpfen und haben in keinem Moment des Spiels den Kopf hängen lassen", sagte HC-Trainer Adalsteinn Eyjolfsson nach dem Spiel.

In einer Woche bei den „Recken“ in Niedersachsen
Der HC Erlangen bestreitet sein nächstes Spiel in der DKB Handball-Bundesliga am kommenden Sonntag, den 14. Oktober (16.00 Uhr). Am neunten Spieltag der Saison gastiert der HC Erlangen beim TSV Hannover Burgdorf.

Weitere Infos: http://www.hc-erlangen.de
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.