Nur im Flocke-Jahr besuchten noch mehr Menschen den Nürnberger Tiergarten!

Zum Knutschen: die Teacup Pigs begeisterten im Februar 2018. (Foto: Stadt Nürnberg / Tiergarten/ Dr. Helmut Mägdefrau)
 
Tiergarten-Star Gorilla Fritz (55) starb im August 2018. (Foto: Zsuzsanna Helgeth/Tiergarten Nürnberg)

5.208 Tiere leben im Nürnberger Tiergarten

NÜRNBERG (pm/nf) - Der Nürnberger Tiergarten zog aktuell eine positive Bilanz: Das Jahr 2018 war mit 1.186.352 Besuchen (2017: 1.135.515) wieder das drittbeste Jahr in der Geschichte des Tiergartens (stärker waren nur das „Flockejahr“ 2008 und das Jahr der Eröffnung der Lagune 2011).

Mit einer Verbesserung von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und 9,5 Prozent bezogen auf den Fünf-Jahres-Durchschnitt (1.082.966 Besuche) wurde ein hervorragendes Ergebnis erzielt. Es zeigte sich, dass weder die erstmals seit sieben Jahren erhöhten Eintrittspreise noch der Hitzesommer 2018 die Zahl der Besuche im Ergebnis beeinträchtigten. Erneut stieg die Zahl der verkauften Dauerkarten von 9.698 (2017: 8.438), das ist ein Plus von 15 Prozent gegenüber 2017. Auch im Förderverein „Tiergartenfreunde Nürnberg e.V.“ stieg die Zahl der Mitgliedschaften weiter.
Zu den bedeutenden Veränderungen im Tierbestand zählen unter den Zugängen ein männlicher Gorilla aus Valencia (E), drei Weißgesichts-Sakis aus Chester (UK), ein Pärchen Asiatischer Löwen aus Aalborg (DK) und Jerez (E), ein Przewalskipferd aus Tennenlohe, zwei Jungfernkraniche aus Bojnice (SK) und ein Pärchen Europäischer Luchse aus Liberec (CZ).
Traurig: Zu einem Generationswechsel kam es durch die Todesfälle einiger Tiere in sehr hohem Alter. Darunter waren die Gorillas Fritz und Bianka, der Delphin Moby, die Giraffe Lilli und das Pärchen der Löwen. Todesfälle bei Vögeln verursachte auch das aus Afrika stammende, tropische Usutu-Virus, das vor Jahren erstmals nach Mitteleuropa eingeschleppt und hier unter dem Begriff „Amselseuche“ bekannt wurde. Neben Verlusten bei mehreren Arten unter den freifliegenden, einheimischen Vögeln wie Amsel, Kleiber, Haussperling und Blaumeise betraf das Virus einen Flamingo, zwei Bartkäuze, eine Alpenkrähe und auch einen Tannenhäher.
Für die N-ERGIE übernimmt der Tiergarten auch zukünftig die ökologische Bewirtschaftung der Wiesen im neuen Naturschutzgebiet Pegnitztal Ost.

Kommende Veranstaltungen:

• Der Tiergarten präsentiert sich auf Messe Freizeit und Garten im Messenzentrum (27. Februar bis 3. März).
• Ostern im Tiergarten: Wer findet den Osterhasen? Ostersonntag, 21. April.
• Tiergartensommerfest am Sonntag, 14. Juli. Der Tiergarten feiert sein ,,Schmausenbuck-Jubiläum“.
• Lange Nacht der Wissenschaften am 19. Oktober von 18 bis 1.00 Uhr. 

Nürnberg-Becher

Nachdem die gastronomischen Pachtbetriebe im Tiergarten bereits zu Pfingsten 2018 To-Go-Becher durch das bundesweite Pfandsystem Recup ersetzt haben, startete am 1. August 2018 das ReCup-System für ganz Nürnberg im Tiergarten mit einem eigenen Nürnberg-Becher.

Von der Kiwi bis zum Quark

Die Tiere im Tiergarten Nürnberg hatten auch in 2018 einen äußerst vielfältigen und reichlichen Nahrungsbedarf. Die Futtermittel-Statistik erfasst Obst wie 7 to Äpfel, 220 Ananas, 1,8 to Bananen, 600 kg
Orangen, 7.700 Kiwi, außerdem Gemüse wie 10 to Fenchel, 620 kg Broccoli, 2 to Chinakohl, 32,2 to Karotten, 12.000 Köpfe Salat, 9.400 Köpfe Endiviensalat, 3 to Paprika, 1,7 to Kartoffeln, 8,7 to Rote Rüben und beinhaltet neben 4.320 Eier, 20,5 to Fleisch, davon etwa 70 Rinder und Eigenversorgung durch Zootiere und 66 to Fisch sowie 720 kg Garnelen, wie auch 62.000 Küken, 15.500 Mäuse und 3.500 Ratten auch
Grillen, Mehlwürmer, Obstfliegen und Quark.

So wird man Tierpate!

2018 konnte im Bereich der Tierpatenschaften durch insgesamt 874 Tierpaten (2017: 812) eine Spendensumme von 161.930 Euro (2017: 138.365 Euro) eingesammelt werden. Die Spendensumme stieg damit um 17 Prozent. 505 Tierpaten (58 Prozent aller Paten) setzten ihre Tierpatenschaft nach einem Jahr fort. Auch als Weihnachtsgeschenk waren die Tierpatenschaften beliebt. Allein der Dezember schloss 2018 mit 25.060 Euro mit einem Plus von 5.330 Euro gegenüber dem Vorjahr ab.


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