Theaterpremiere des Stücks "Icebreaker" im Hans-Sachs-Gymnasium

v.l. vorne: Doreen Sölter, betreuende Lehrkraft des Hans-Sachs-Gymnasiums, Wilfried Büttner, Schulleiter des Hans-Sachs-Gymnasiums, Jean-Francois Drozak, freischaffender Theatermacher und Christine Brummer, Pressesprecherin der AOK in Mittelfranken, freuten sich mit den acht Darstellerinnen und Darstellern über die gelungene Premiere. (Foto: AOK)
Nürnberg: Hans-Sachs-Gymnasium |

Theaterstück „Icebreaker“ setzt auf Prävention
Schüler des Hans-Sachs-Gymnasiums arbeiten das Thema Depression auf

Eine Theaterpremiere der ganz besonderen Art findet am 7. Dezember 2017 um 19:00 Uhr im Hans-Sachs-Gymnasium statt. Acht Schülerinnen und Schüler bereiten gemeinsam mit dem freischaffenden Theatermacher Jean-Francois Drozak das Thema Depression im Jugendalter spielerisch auf. „Die Aufklärungsarbeit zum Thema Depression ist enorm wichtig. Bis zu 18,5 Prozent der Jugendlichen unter 18 Jahren sind betroffen. Genau hier setzt Icebreaker an. Es gelingt dem Theaterprojekt Schüler an das Thema heranzuführen“, so Christine Brummer, Pressesprecherin der AOK in Mittelfranken. „Für die AOK Bayern ein guter Grund, das innovative Schulprojekt zu unterstützen.“ Nicht nur die Gesundheitskasse engagiert sich für die Prävention der Krankheit Depression. Die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml, hat die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen. 
Interaktion mit dem Publikum

Stell Dir vor, Du bist für 60 Minuten Psychiater und darfst diagnostizieren. Beim Theaterstück „Icebreaker“ wird das gesamte Publikum zum Facharztkollektiv. Welche der Figuren auf der Bühne sind an einer ernsthaften Depression erkrankt und welche sind einfach nur „schlecht drauf”? Kann man das überhaupt anhand einer Checkliste unterscheiden? „In nur vier Tagen haben unsere Schülerinnen und Schülern das Stück einstudiert“, berichtet Wilfried Büttner, Schulleiter des Hans-Sachs-Gymnasiums, sichtlich stolz. Da das Publikum während der Aufführung immer wieder aufgefordert wird, Stellung zu dem auf der Bühne Dargebotenen zu nehmen und sich damit auseinanderzusetzen, erreicht man in dieser einen Schulwoche alle Zuschauer. „Am Freitag wird das Stück dann vor allen Schulklassen aufgeführt. Aber auch nach der Theater-Woche setzen wir uns mit Depression im Jugendalter auseinander. In Diskussionsrunden im Unterricht wollen wir die Thematik nachhaltig verankern.“ 

Ziel des Stückes

Die Zuschauer erfahren während dem Theaterstück, dass sich psychische Erkrankungen oft schleichend und zunächst unbemerkt entwickeln. Sie lernen Verdachtsmomente einer beginnenden oder vorhandenen Depression zu erkennen und diese anzusprechen. Vor allem aber lernen sie, dass Depression eine heilbare Krankheit ist. Durch theaterpädagogisches Erleben finden die Zuschauer einen neuen Zugang zu der Erkrankung Depression und zu der Problematik für die beteiligte Familie, besonders die der Geschwisterkinder. Die interaktive und dadurch sehr intensive und persönliche Auseinandersetzung nimmt der Krankheit das Fremde und schafft Verständnis für den Erkrankten und sein direktes Umfeld.
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