Weihnachtsbotschaft des Nürnberger Stadtdekans Dr. Jürgen Körnlein

Nürnbergs Stadtdekan Dr. Jürgen Körnlein. (Foto: Stadtmission Nürnberg)

„Gott sucht die kleine Koalition mit jedem einzelnen Menschen“

NÜRNBERG (pm/nf) - In seiner Ansprache in der Ökumenischen Christvesper an Heiligabend in St. Sebald bezeichnete Stadtdekan Dr. Körnlein die Geburt Jesu im Stall von Bethlehem als „Gottes Strategie: Er greift nicht nach Regierungsposten, er sucht die kleine Koalition mit jedem einzelnen Menschen, findet uns – und wir werden ihm zur Heimat.

Insgeheim würden, so Körnlein, gerne viele Menschen an diesem Abend Brüche überwinden. Nur brauche es dazu einen langen Atem und es könne nur auf einem gemeinsamen Weg gelingen. Das gelte sowohl im privaten, wie auch im globalen. Er erinnerte daran, dass laut biblischer Botschaft alle Menschen Gottes Ebenbilder seien, auch in Nordkorea, in Syrien, in Afrika, in Amerika und bei uns.
Das Herzstück protestantischer Theologie, die geschenkte Gnade, stellt Körnlein der Beobachtung gegenüber, dass im Jahr 2017 Leonardo da Vincis ,,Salvator Mundi“ für 450 Millionen Dollar verkauft worden sei, jedoch das Original, der von Gott geschickte Heiland der Welt, uns gratis geschenkt würde.

Am Weihnachtstag um 10 Uhr in der Lorenzkirche widmet sich der Stadtdekan der „Signatur des Unfertigen“ und wie Weihnachten – aus christlicher Sicht – „der Einbruch der heilen Welt in einer noch bleibend unheilen Welt“ ist. Jesus sei auch nicht nur zum „Heile- Abend-Besuch“ gekommen. Gottes Anfrage begegne uns in Gestalt von Menschen: „Da sind 60 Millionen Flüchtlinge weltweit und etwa 8.000, die die Flucht hinter sich haben in Nürnberg. Menschen und ihre Not nicht zu sehen ist unmenschlich. Nichts lenken ist verantwortungslos. Wir brauchen eine Steuerung, Lenkung, Regierung, die nicht den einzelnen Menschen nur als Nummer ansieht, die jeden und jede ernst nimmt, – und sie mit all unseren unvollkommenen Mitteln voller Würde behandelt“, erklärt der Stadtdekan. 
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