Airport gibt Fledermäusen eine Heimat

Die Fledermausbeauftragte der Stadt Nürnberg, Bettina Cordes, präsentierte den Berufsschülern eine Zwergfledermaus. (Foto: Airport Nürnberg)

NÜRNBERG (pm/nf) - Am Airport starten und landen Tag für Tag nicht nur rund 150 Flugzeuge – auch tierische Flieger sind unterwegs: Der angrenzende Sebalder Reichswald beherbergt zahlreiche Fledermauspopulationen. Gemeinsam mit der Beruflichen Schule 11, der Regierung von Mittelfranken und den Bayerischen Staatsforsten sorgt die Umweltabteilung des Flughafens für die Anbringung von Nisthilfen für gefährdete Fledermausarten.

Belange des Umweltschutzes werden beim Airport Nürnberg groß geschrieben. Mit zahlreichen Maßnahmen wie etwa einem Biomonitoring mithilfe von Bienenvölkern oder Renaturierungsmaßnahmen am Bucher Landgraben bringt sich der Flughafen aktiv in Sachen Umweltschutz ein. Dazu passt das aktuelle Engagement im Rahmen der Bayerischen Biodiversitätsstrategie: ein Kooperationsprojekt mit der Beruflichen Schule 11 in Nürnberg (Holzbau) zum Schutz von bedrohten Fledermausarten.

Für das Projekt werden sogenannte Großraum-Spalten-Fledermauskästen gebaut und auf ihre Eignung untersucht. Insbesondere in Gebieten, in denen es wenige Quartiermöglichkeiten gibt, nehmen Spalten bewohnende Arten die Kästen gerne an. Dies wird neuerdings auch für den großflächigen ökologischen Landbau eingesetzt, um Fledermäuse anzulocken, die dann auch Schädlinge vertilgen. Ziel soll es sein, die in Flughafennähe noch guten Fledermausbestände zu halten, bis durch nachhaltige Maßnahmen wieder neue natürliche Quartiere in den Rückzugszonen entstehen.

Die Schüler planten und bauten nach fachlichen Vorgaben die Fledermauskästen und wurden so für den Arten- und Lebensraumschutz sensibilisiert. Das Projekt ist so angelegt, dass die Jugendlichen von der Projektidee bis zur Anbringung vor Ort alle Schritte durchführen und somit einen direkten Bezug zu ihrer Arbeit und dem Werkstück haben, aber auch zu den Tierarten, die von den Maßnahmen profitieren. Durch diese konstruktive Zusammenarbeit von Verbänden, Berufsschule, Kommunen und weiteren Partnern kann ein wichtiger Beitrag zum Erhalt gefährdeter Arten und zur Bewusstseinsbildung geleistet werden.

Projektträger ist die Regierung von Mittelfranken, Sachgebiet Naturschutz. Das fachliche Konzept beruht auf der Bayerischen Biodiversitätsstrategie. Außerdem im Boot: die Bayerischen Staatsforsten, SÖR Stadt Nürnberg, der Landesbund für Vogelschutz LBV, der Fledermausbeauftragte, der Airport Nürnberg und viele mehr.
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