Begegnungen der dritten Art: 1. Robotertreffen im Bionicum Nürnberg

Wild Robotic – So tierisch ist die Zukunft (v.l.): Prof. Dr.-Ing. Ulrich Schäfer, OTH Amberg, Alexandra Lang, Museumspädagogik Bionicum, Bayer. Landesamt für Umwelt, Marcus König, CSU Fraktionsvorsitzender Stadt Nürnberg, Lara Stengel, EDEKA Center Kulinarikwelten Stengel Fürth, Adrian Fehrle, FAU Nürnberg. Vorne: Roboter Pepper ( mit und ohne mit Fliege), Roboter Sanbot sowie sitzend die beiden Roboter vom Typ Nao. (Foto: pressecenterstengl.de)

,,Wild Robotic" – ein Blick in Richtung Zukunft

NÜRNBERG (nf/pm) - Heute drehte sich im Bionicum (Tiergarten Nürnberg) alles um humanoide Roboter und Natur. Bionik ist die Wissenschaft, die Natur und Technik zusammenbringt beziehungsweise von der Natur lernen will mit dem Ziel, auf dieser Basis neue Technologien zu entwickeln. Und in der Tat bieten Tiere und Pflanzen ein nahezu unerschöpfliches Spektrum an Impulsen und Ideen, die der Mensch nutzen kann.

Die niedlichen Tiernachbauten bringen jedoch nicht nur die Regelungstechnik weiter nach vorn, sondern sie sind auch als Sympathieträger konzipiert, die auf das zukünftig verstärkte Miteinander zwischen Menschen und humanoiden Robotern vorbereiten soll. Roboter sind Maschinen, die von Menschen mit ‚Intelligenz‘ ausgestattet werden. Vieles ist schon möglich, vieles kann allerdings durchaus verbessert werden – zum Beispiel beim Energieverbrauch, denn noch sind die putzigen Roboter echte Stromfresser, die übrigens auch noch ziemliche Probleme bei der Wahrnehmung ihrer Umwelt haben.

Dipl.-Ing. Sebastian Reitelshöfer von der Friedrich- Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg betrachtet das Treffen neben dem Erfahrungsaustausch vor allem als Möglichkeit, in der Öffentlichkeit auf das Thema humanoide Roboter aufmerksam zu machen und einen Dialog mit Interessierten anzustoßen. Science-Fiction-Fan und E|Home-Center-Geschäftsführer Jochen Bauer sieht das enorme Potenzial: „Mit humanoiden Robotern assoziiere ich Figuren wie Commander Data (Star Trek) oder C3PO (Star Wars). Die fand ich schon als Kind cool, und das hat sich nicht geändert. Und auch wenn ich humanoide Roboter sachlich betrachte, stehen bei mir die positiven Aspekte im Vordergrund, denn sie können unsere Gesellschaft nach vorne bringen, zum Beispiel im Pflegebereich.“

Die Bionik sei eine Wissenschaft mit einem großen Potenzial und großer Zukunft. Dass insbesondere auch in der Metropolregion Nürnberg mehr Kooperation angestrebt wird, um Kosten zu sparen und gleichzeitig noch mehr Geräte und Technik zusammenzubringen, um sich an noch komplexere Szenarien wagen zu können, sei erfreulich und lasse auf eine Wiederholung dieses außergewöhnlichen und erfolgreichen Initiativ-Treffens hoffen.

Hintergrund:
Im Besucherzentrum Bionicum im Tiergarten Nürnberg dreht sich alles um die faszinierende Welt der Bionik. Auf rund 400 Quadratmetern mit acht Themenbereichen lädt die interaktive Ausstellung im Obergeschoss des Naturkundehauses zu einer Entdeckungsreise ein.
Das Bionicum ist täglich geöffnet – im Sommer von 9 bis 18 Uhr und im Winter von 9 bis 16.15 Uhr. Für Besucher des Tiergartens Nürnberg ist das Bionicum kostenfrei. Täglich nden um 12 und 15.30 Uhr Vorführungen des menschenähnlichen Roboters Nao statt.
Sie interessieren sich für gebuchte Führungen durch die Ausstellung und den bionischen Rundgang? Dann schreiben Sie an info@bionicum.de oder rufen Sie an unter 0911 650 845 00.
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