Die letzten Steine für den Pellerhof-Schaugiebel entstehen

Kürzlich wurden die kunstvollen Steine der Giebelspitze vorgestellt. Harald Pollmann hat sie mit seinen Kollegen in den Werkstätten der Firma GS Schenk in Burgfarrnbach hergestellt. (Foto: Karl-Heinz Enderle)

NÜRNBERG (khe/nf) - Fast zehn Jahre nach der Grundsteinlegung im Pellerhof und dem Beginn der Rekonstruktion werden in diesen Tagen die letzten Steine für den Ort geschlagen, der ein neuer Identifikationspunkt für Nürnberg werden könnte. Dies geschieht in den Werkstätten der Firma GS Schenk in Burgfarrnbach. Dort präsentierten jetzt die Altstadtfreunde die abschließenden Arbeiten für den Schaugiebel.

Sobald es die Witterung zulässt, wird der Einbau der Steine erfolgen und damit der Rohbau des Pellerhofs vollendet sein. Im Frühjahr werden auch noch die Fenster auf der Schauseite eingebaut. Die Präsentation der Steine erfolgte unter Anwesenheit des Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Nürnberg, Dr. Matthias Everding, der auch der Zukunftsstiftung des Instituts vorsteht. Die Stiftung hatte im Oktober 2007 den Wiederaufbau des Renaissancehofes mit 91.500 Euro unterstützt und damit ein deutliches Zeichen gesetzt, als die Skepsis gegenüber dem Vorhaben der Altstadtfreunde auf verschiedenen Seiten noch groß war.
Mit dem Betrag finanzierte die Sparkasse die Giebelspitze mit der kunstvollen, riesigen Muschel und dem krönenden Obelisken. Als abschließende Arbeiten kamen sie erst jetzt zur Ausführung. Nach der Familie Diehl, die bekanntlich 1,5 Millionen Euro für den Pellerhof aufbrachte, gehört die Sparkasse zu den größten Förderern des Projekts. Über 4,5 Millionen Euro sind mittlerweile für den Wiederaufbau von Nürnbergs prächtigstem Hof eingegangen.

Tausende Privatpersonen und eine Reihe von Firmen haben sich mit größeren oder kleineren Spenden beteiligt. Rund 150 Spenderinnen und Spender mit einem Beitrag von mindestens 5.000 Euro werden auf der Stiftertafel verzeichnet sein. Dort ist noch Platz, denn mit dem Abschluss des Rohbaus ist der Pellerhof noch nicht fertig. Fenster, Türen, Treppen und Bodenbeläge sind noch nötig, um der Renaissance-Perle ihr festliches Kleid zurückzugeben und sie für vielfältige Veranstaltungen nutzbar zu machen. Schon jetzt verzeichnen die Altstadtfreunde ein gesteigertes Interesse am Pellerhof. Bis 2005 lag er im Dornröschenschlaf und wurde kaum genutzt. Nun möchten immer mehr Organisationen den attraktiven Ort mit Theateraufführungen, Konzerten oder private Feiern bespielen. Eigentümerin ist nach wie vor die Stadt, aber die Altstadtfreunde haben dort das Sagen, solange der Aufbau noch nicht abgeschlossen ist. Noch müssen die allermeisten Anfragen abgelehnt werden.

Seit dem letzten Jahr öffnen die Altstadtfreunde den Hof an den Wochenenden und ernten dabei großen Zuspruch. Bei den kostenlosen Besichtigungsterminen und Führungen wurden seit April 4.500 Besucher gezählt, von denen jeder im Schnitt einen Euro spendet. Die Öffnungszeiten sind freitags, samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr.
Ab März findet wieder jeden Samstag um15 Uhr eine Führung statt.
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