„Holz-Hort“ Neunhofer Hauptstraße fertiggestellt

Kinderhort Neunhofer Hauptstraße Südostansicht. (Foto: Hochbauamt/Stadt Nürnberg)

NÜRNBERG (pm/nf) - Neuer Hort auf dem Gelände der Grund- und Mittelschule Neunhof: Das städtische Hochbauamt hat den Neubau in Holzrahmenbauweise für 100 Kinder von September 2016 bis Dezember 2017 errichtet. Im Januar 2018 hat das Jugendamt den Betrieb der Kindertagesstätte in der Neunhofer Hauptstraße 73a durch das Jugendamt aufgenommen. Der Bau kostet die Stadt Nürnberg insgesamt rund vier Millionen Euro, der Freistaat Bayern übernimmt davon rund 819.000 Euro nach dem Finanzausgleichsgesetz.

Im Zuge des Hortnotprogramms entstand in kürzester Zeit mit Hilfe einer vorgefertigten Holzrahmenbauweise ein Gebäude, das sofort bezogen und eingerichtet werden konnte. Das gleiche Verfahren wurde bereits in dem im Oktober 2017 fertiggestellten und nahezu baugleichen Kinderhort in der Hermann-Kolb-Straße 53 angewandt. „Durch die innerhalb eines Jahres vom Hochbauamt durchgeführten Planungen in Eigenregie konnte Zeit gewonnen werden, da alleine wegen der sonst nötigen Ausschreibungen vergleichbare Planungen in dieser Größenordnung üblicherweise weitaus länger dauern“, erklärt die Leiterin des Hochbauamts, Petra Waldmann.


Neben schnell austrocknenden Fußbodenaufbauten, schnell verlegbaren Rasterdecken, einem großzügigen Spielflur, einem vielseitig nutzbaren Mehrzweckraum, zwei pädagogischen Küchen, Außenanlagen mit Terrassen und Sandplatz besitzt der im Passivhausstandard errichtete Kinderhort zusätzlich eine Photovoltaikanlage zur teilweisen Selbstversorgung mit Strom.

Auch die Vergrößerung des Teichs für die Regenwasserrückhaltung war Teil des Bauprojekts. Hierbei wurde auch ein Lebensraum für die gefährdete und streng geschützte Knoblauchkröte berücksichtigt. „Erfreulich ist, dass die Zusammenarbeit mit den Landwirten der Teilnehmergemeinschaft Kraftshof so positiv verlaufen ist. Der Baustellenverkehr konnte so über eine Straße für landwirtschaftlichen Verkehr geleitet werden“, so Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich. Dadurch ging der Schulbetrieb ungestört und getrennt vom Baustellenbetrieb weiter. Die Nutzung der Außenanlagen ist auf Grund der Neuanpflanzungen ab Frühjahr 2018 möglich.
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