Schüler gestalten den Menschenrechtskalender 2018

Die Schüler der Berufsschule plus mit der Leiterin des Menschenrechtsbüros Martina Mittenhuber (4. v.l.), Projektlehrer Stephan Leppert (5. v.l.), Schulleiter Reinhold Burger (2. v.l.) und Bürgermeister für den Geschäftsbereich Schule Dr. Klemens Gsell (Mitte). (Foto: Menschenrechtsbüro Stadt Nürnberg)

NÜRNBERG (pm/nf) - Schülerinnen und Schüler der Berufsschule plus (BS+) Nürnberg erstellten einen Kalender für das Jahr 2018 zum Thema Menschenrechte. Gewürdigt durch Schulbürgermeister Dr. Klemens Gsell fand die offizielle Übergabe des Kalenders an das Menschenrechtsbüro im Rathaus der Stadt Nürnberg statt.

Die Berufsschule plusDie BS+ ist ein Weiterbildungsangebot der Stadt Nürnberg. Es wurde zum Schuljahr 2016/17 neu an der Beruflichen Schule 6 (B6) eingerichtet. Besonders motivierte Schülerinnen und Schüler besuchen neben der regulären Ausbildung in ihren Betrieben und Stamm-Berufsschulen den Abendunterricht in der BS+ mit dem Ziel, das Fachabitur zu erreichen. 

Im Unterrichtsfach Gesellschaftswissenschaften wurde im vergangenen Schuljahr ein außergewöhnliches Projekt realisiert: Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit dem Thema Menschenrechte und erstellten einen beeindruckenden Kalender für das Jahr 2018.„Wenn man das Thema Menschenrechte einmal auf den Alltag herunter bricht, wird einem bewusst, dass jeder etwas darüber berichten kann. Es gibt unzählige Alltagssituationen, in denen Menschen und damit deren Rechte bedroht sind, wie etwa durch Hasskommentare in den sozialen Netzwerken, durch Rassismus oder Homophobie. Gemeinsam mit den Schülern reifte schnell die Idee, das Thema Menschenrechte in einem Projekt praktisch zu erarbeiten", so Projektlehrer Stephan Leppert.

Von der Idee zum fertigen Kalender

Mit dem Jahr 2018 rückt gerade für Nürnberg als „Stadt der Menschenrechte und des Friedens“ ein besonderes Jahr immer näher. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte feiert am 10. Dezember 2018 ihr 70-jähriges Jubiläum. Um der großen Bedeutung des Themas Menschenrechte gerecht zu werden, war ein Kalender genau die richtige Idee: Ein Kalender verschwindet nicht in der Schublade, sondern entfaltet über ein ganzes Jahr hinweg die vielfältigen Botschaften zum Thema Menschenrechte; und das täglich an Bürotüren, in Klassenzimmern oder in Amtsstuben.
Schließlich entstanden zwölf individuell und modern gestaltete Kalendermonate zu Aspekten wie „Menschenrechte und Sport“, „Menschenrechte und Musik“, „Erinnerungskultur in Nürnberg“, jeweils mit einem Appell der Schüler in Textform – gegen Rassismus, gegen Benachteiligung, für Erinnerung, Gleichberechtigung und Frieden.
Die Auszubildenden brachten ihr Wissen aus den unterschiedlichen Branchen in das Projekt ein und übernahmen die abschließende gestalterische, redaktionelle und technische Umsetzung. Dafür opferten sie ihre Freizeit. „Als Lehrkraft habe ich größten Respekt davor, wie die Schülerinnen und Schüler zum einen die Dreifachbelastung in Berufsschule, Betrieb und abendlicher Weiterbildung bewältigen und darüber hinaus mit ihrem Projekt auch noch die Förderung des Gemeinsinns im Blick haben“, so Leppert.

Die Druckkosten für weitere Exemplare des Kalenders, derzunächst in kleiner Auflage gedruckt worden war, werden aus Mitteln der kommunalen Menschenrechtsstiftung unterstützt. Die Schüler der Berufsschule plus freuen sich sehr, ihren Menschenrechtskalender endlich frisch gedruckt in den Händen zu halten. Schulbürgermeister Dr. Klemens Gsell ließ es sich nicht nehmen, der Übergabe des Kalenders an das Menschenrechtsbüro beizuwohnen und fand lobende Worte für das Klassenprojekt.
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