Jeep Wrangler: Charakterdarsteller mit verbreiterter Spur

Legende auf vier Rädern in Neuauflage: Mitte des Jahres kommt die nächste Generation vom Jeep Wrangler auch nach Europa. Foto: Auto-Medienportal.Net/Jens Meiners

(ampnet/mue) - Um das wichtigste vorwegzunehmen: Man kann die Türen noch ausbauen, wenn es an den Strand oder ins grobe Gelände geht. Und man kann die Frontscheibe noch immer nach vorn klappen und auf der Motorhaube ablegen.

Der klassische Jeep, der seit Mitte der 80er Jahre auf die Bezeichnung Wrangler hört, hat also auch nach dem Modellwechsel seinen urwüchsigen Charakter beibehalten. Der Neue sollte insgesamt sicherer, effizienter und komfortabler werden. Der Rahmen besteht darum aus Stahl, Hauben und Türen hingegen aus Aluminium, und die seitlich öffnende Hecktür besteht aus Aluminium und Magnesium. Der Wrangler ist länger, breiter und höher geworden. Die Spur wurde erheblich verbreitert, sodass die vier Räder jetzt bündig mit den breiten Kotflügeln abschließen.

Wer im Wrangler Platz nimmt, sitzt sehr hoch; man befindet sich praktisch auf Augenhöhe mit mittelgroßen Lastwagen. Die vordere Kabine ist geräumig, und in der viertürigen Version, die auf den eher zufällig wirkenden Namen Unlimited hört, ist dank langem Radstand auch hinten reichlich Platz. Das breite, völlig neugestaltete Armaturenbrett verfügt mit der nunmehr glatten Oberkante über eine klare Grundarchitektur und ist mit digitalen Anzeigen, berührungsempfindlichen Bildschirmen sowie den verschiedensten Dreh- und Kippschaltern bestückt. Mitverantwortlich dafür ist das Uconnect-System, laut Pressetext „für Kommunikation, Unterhaltung und Navigation“ zuständig.

Einstiegsmotorisierung ist in den USA ein 213 kW / 289 PS starker 3,6-Liter-V6-Motor, mit dem der Wrangler gut motorisiert ist. Die Automatik verfügt über acht Fahrstufen, zusätzlich bietet Jeep auch eine Sechs-Gang-Handschaltung an. Europäische Versionen bekommen einen 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbo, der in den USA teurer ist als der V6-Saugmotor. Und es wird einen 3,0-Liter-V6-Turbodiesel geben, der zwar eigentlich für Europa entwickelt wurde, aber auch in den USA angeboten werden soll. Denn dort gewinnt der Dieselantrieb wegen seiner Effizienz und seiner für einen Geländewagen perfekten Motorcharakteristik zunehmend an Bedeutung. Drei Varianten werden angeboten: Das Basismodell Wrangler Sport, der komfortabel ausgestattete Sahara und der extrem geländetaugliche Rubicon.

Umklappen geht flotter von der Hand

Zurück zum rituellen Vorklappen der Frontscheibe: Dieser Vorgang nimmt beim Vorgängermodell auch für Profis mindestens 35 Minuten in Anspruch, realistischer jedoch ist eine Stunde. Es gilt dabei 28 Schrauben zu lösen, die Wischer müssen entfernt werden, und die Rahmen nehmen eine Strukturfunktion ein, die beim Umklappen verlorengeht. Ganz anders das neue Modell: Hier müssen nur vier Schrauben gelöst werden, der Vorgang ist in drei bis vier Minuten erledigt. Und das Öffnen des Stoffverdecks, bisher eine Angelegenheit von einer Viertelstunde, dauert nunmehr höchstens zwei Minuten.
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