Lexus LS 500h: Japans neuer Maßstab für Luxus

Der Lexus LS 500h hat eine atemberaubende Entwicklung hingelegt: Da der Raum zwischen den Achsen den des Vorgängers bereits um 25 Millimeter übertrifft, ist das Angebot einer zusätzlich gestreckten Variante nicht vorgesehen. Foto: Auto-Medienportal.Net/Axel F. Busse

(ampnet/mue) - Leise, lässig, Lexus – das war der „Dreiklang“, der seit Anfang der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts viele Amerikaner und auch Deutsche faszinierte. Jahrzehnte und diverse Verschärfungen der Abgasnormen später versucht die edle Toyota-Tochter immer noch, im Konzert des europäischen Luxussegments Gehör zu finden – so auch mit dem neuen LS 500h.

Seit der eher bieder gezeichneten ersten LS-Generation im klassischen Drei-Box-Design hat Lexus eine atemberaubende Entwicklung hingelegt. Der „Luxury Sedan“ (dafür steht das Modellkürzel) ist zu einem Viertürer in Coupé-Form gereift, dessen aggressive Front, schmal und spitz geformte Scheinwerfergläser, große Radausschnitte und trendige Farbkompositionen wie die Limousine gewordene Verwirklichung einer bemerkenswerten Aussage anmutet: „Keine langweiligen Autos mehr“, hatte der Chef des Mutterkonzerns, Akio Toyoda, kurz nach seinem Amtsantritt als oberste Maxime verkündet. Wer gegen Audi A8, 7er-BMW und S-Klasse zu Felde ziehen will, sollte über ein Waffenarsenal verfügen, das gegen Ladehemmung immun ist. Obwohl 5,24 Meter lang und mit einem Radstand von 3,13 Metern ausgestattet, wirkt der LS 500 gar nicht wuchtig.

Hersteller von Luxus-Automobilen untermauern ihren gehobenen Anspruch gern durch Handarbeit, die als Akzent der Seriosität und Gediegenheit in Kontrast zu der Ansammlung von High-Tech eingesetzt wird, mit der der Fahrer die Teilnahme am Verkehr und die Bequemlichkeit der Insassen steuert. Farbdesigner und Textilkünstler konnten sich in den Türverkleidungen beweisen, deren Stoffbahnen in traditioneller Origami-Technik gefaltet sind und in optischer wie haptischer Hinsicht einen Sonderstatus für sich reklamieren. Edelholzeinlagen, die aufgrund ihrer Fertigungstechnik millionenfache Ornament-Varianten zulassen und feine Metallstreifen, die als dreidimensionale Muster die volle Breite des Armaturenbretts schmücken, verhelfen dem Innenraum zu einem ebenso eigenständigen wie hochwertigen Ambiente.

Da Lexus keine Gelegenheit auslässt, seine Kompetenz in Sachen Hybridtechnik in den Vordergrund zu rücken, war die Abkehr vom V8-Motor für das Spitzenmodell eine logisch erscheinende Konsequenz. Analog zu dem im Coupé LC 500 verwendeten Antriebsstrang kommt ein V6-Alumotor zum Einsatz, der von einer Elektroeinheit ergänzt wird. Es kommt das so genannte Mehrstufen-Hybridsystem (MSHS) zum Einsatz, dem der Hersteller eine Reihe von Dynamik-Vorteilen gegenüber bisher bekannten Strom-Verbrenner-Kombinationen zuschreibt. Die Systemleistung beträgt 264 kW / 359 PS. Je nach gewählter Version wird diese Kraft per Heck- oder Allradantrieb auf die Straße gebracht. Während die offiziellen Daten über das Gesamtdrehmoment beider Systeme schweigen, darf man davon ausgehen, dass mit der Allradversion ein Spurtvermögen von 5,5 Sekunden von Null auf 100 Stundenkilometer erreicht wird.


Lexus LS 500h AWD – Daten kompakt

Länge x Breite x Höhe (in m): 5,24 x 1,90 x 1,45 (Luftfederung)
Radstand (m): 3,13
Motor: V6-Ottomotor, Direkteinspritzung, 3.456 ccm
Antrieb: Allradantrieb
Leistung Verbrennungsmotor: 220 kW / 299 PS bei 6.600 U/min
Maximales Drehmoment: 350 Nm bei 5.100 U/min
Leistung Elektromotor: 45 kW / 60 PS
Systemleistung: 241 kW / 359 PS
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h
Null auf 100 km/h: 5,5 Sek.
Verbrauch (EU-Norm): 7,0–7,1 L/100 km
Leergewicht/Zuladung: max. 2.425 kg / 375 kg
Gepäckraum: 430 l
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