KKV-Landesvorsitzender plädiert für Korrektur der Formulierung „unsern Schuldigern“ im Vaterunser

Dr. Klaus-Stefan Krieger, Vorsitzender KKV Bayern e.V. (Foto: KKV LANDESVERBAND BAYERN e.V.)

„Es geht um die, die an uns schuldig geworden sind“

NÜRNBERG (pm/nf) - Mit der Forderung nach einer Korrektur der Formulierung „wie auch wir vergeben unsern Schuldigern“ hat sich der Vorsitzende des KKV Bayern, Dr. Klaus-Stefan Krieger, in die aktuelle Debatte um das Vaterunser eingeschaltet. Während diese Diskussion sich vor allem um die Bitte „und führe uns nicht in Versuchung“ dreht, sieht Krieger den Änderungsbedarf in erster Linie bei der Übersetzung „vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern“.

Den Ausdruck „unsern Schuldigern“ gebe es im Deutschen gar nicht, moniert der Landesvorsitzende des Verbands der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung. In Leserbriefen an kirchliche Publikationen weist er darauf hin, der Dativ mit bestimmtem Artikel zu „Schuldiger“ sei „den Schuldigen“. Gemeint seien allerdings die Schuldner. Krieger: „Es geht nicht um die, die in einem grundsätzlichen Sinn (etwa vor Gericht) schuldig sind. Es geht vielmehr um diejenigen, die ganz konkret und persönlich uns etwas schuldig sind, uns gegenüber eine Schuld tragen. Mit der absurden Wortschöpfung von den Schuldigern wird der Ernst der Bitte nivelliert. Ihre Provokation besteht ja darin, dass sie die Vergebung unserer Schuld durch den göttlichen Vater daran bindet, dass wir denen vergeben, die an uns schuldig geworden sind.“ Krieger appelliert, dies im Deutschen auch eindeutig zu benennen.
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