Aussortieren mit System: warum es sich lohnt, den Kleiderschrank neu zu organisieren

Den Kleiderschrank auszumisten und neu zu ordnen, kann sich lohnen! (Foto: ©istock.com/kupicoo)
 
Genau überlegen, was noch getragen wird und was nicht. (Foto: ©istock.com/kupicoo)

SERVICE (se/fi) - Der Kleiderschrank ist voll und trotzdem hat man nichts anzuziehen – oder zumindest nichts, was einem gefällt. Dieses Problem kostet täglich unzähligen Menschen nicht nur Zeit, sondern auch Nerven. Wer sich daran macht, seinen Kleiderschrank systematisch auszumisten, tut nicht nur sich selbst etwas Gutes – sondern kann gleichzeitig auch anderen eine Freude bereiten.

Kleidung ist viel mehr als Stoff, der uns warmhält: Sie zeigt, wer wir sind und wie wir uns fühlen. Andersherum hat unsere Kleidung auch Einfluss auf unsere Stimmung und unser Verhalten – ein Grund mehr, den Kleiderschrank gründlich auszumisten und von Grund auf neu zu organisieren.

Schritt 1: Der ehrliche Blick in den Spiegel

Bevor es an den Kleiderschrank geht, sollte man zunächst sich selbst betrachten und sich seiner Vorlieben und Bedürfnisse bewusstwerden. In Bezug auf Kleidung äußert sich das in den folgenden Fragen:
• Welche Art von Kleidung benötige ich?
• Welcher Modestil passt zu mir?
• Welche Schnitte stehen mir?
• In welchen Farben fühle ich mich wohl?
Wer Hilfe bei der Beantwortung dieser Fragen braucht, kann sich zum Beispiel an eine professionelle Farbberatung richten. Die individuellen Antworten auf diese Fragen bilden die Grundlage für einen gut sortierten Kleiderschrank, denn aus ihnen ergibt sich, welche Kleidung man eigentlich braucht – und von welcher man sich getrost trennen kann.


Schritt 2: Kleiderschrank ausmisten mit System

Es gibt viele gute Gründe, ein Kleidungsstück auszusortieren:
• das Kleidungsstück passt nicht mehr
• das Kleidungsstück ist alt oder kaputt
• man fühlt sich in dem Kleidungsstück unwohl
• man zieht das Kleidungsstück schlicht nie an
Allerdings scheint es noch viel mehr Gründe zu geben, ein Kleidungsstück trotzdem zu behalten: eine tolle Farbe, eine schöne Erinnerung, der hohe Kaufpreis – und allen voran die vage Hoffnung, dass man irgendwann in der Zukunft einen Anlass finden wird, es endlich zu tragen. In diesem Fall sollte man sich die Frage stellen: Was werde ich realistisch in Zukunft anziehen? Unterstützung bei der Entscheidungsfindung bietet dieses Flussdiagramm für die Kleiderschrank-Inventur.

Schritt 3: Kleiderschrank neu organisieren

Ein ordentlicher und übersichtlicher Kleiderschrank ist die tägliche Belohnung des systematischen Ausmistens. Mit ein paar Tipps zur Organisation kann aus jedem Kleiderschrank ein praktischer Raum werden, der auch noch schön anzusehen ist. Egal, ob man seine Kleidung lieber aufhängt oder faltet, sie in Schubladen, Kisten oder auf Regalbrettern verstaut: mit einem einheitlichen Verstausystem, in dem für alle Kleidungsstücke ausreichend Platz ist, kommt die Ordnung wie von selbst – und bleibt auch langfristig.


Schritt 4: Aussortierte Kleidungsstücke weitergeben oder entsorgen

Für die ausrangierte Kleidung gibt es drei Optionen:
• verschenken oder spenden
• verkaufen
• wegwerfen
Befinden sich die Kleidungsstücke noch in einem guten Zustand, kann man sie entweder an Freunde verschenken oder sie an wohltätige Einrichtungen spenden – entsprechende Anlaufstellen für Bedürftige gibt es in jeder Stadt. Bei Kleidercontainern sollte man genau darauf achten, ob die Kleidung an Bedürftige weitergegeben oder an Verwertungsunternehmen verkauft wird.

Möchte man viele Kleidungsstücke auf einmal loswerden und ist bereit, sie für wenig Geld abzugeben, lohnt sich der Verkauf auf einem Flohmarkt. Ist ein Kleidungsstück von einer teuren Marke oder hochwertig und in einem makellosen Zustand, kann sich der gesonderte Verkauf dieses Teils lohnen. Hohe Preise erzielt man am ehesten online per Versteigerung, über Portale wie Kleiderkreisel oder aber über Kleinanzeigen.
Kleidung wegwerfen sollte man nur, wenn sie wirklich für niemanden mehr zu verwerten ist. Das gilt zum Beispiel für getragene Unterwäsche oder löchrige Socken. Auf diese Weise ist nicht nur der eigene Kleiderschrank um alten Ballast erleichtert – die ausgemistete Kleidung bekommt eine zweite Chance, dem neuen Besitzer Freude zu bereiten.
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