Orchideen für das Auge – Wein fürs Gemüt

Rheuma-Liga auf Herbstausflug

Die Wetterfrösche hatten pünktlich zum Wochenende einen sonnigen goldenen Oktobertag versprochen, doch der Nebel wollte sich daran nicht halten. In der Hoffnung, dass der sich lichtet bestiegen die Mitglieder und Freunde der Rheuma-Liga Feucht erwartungsvoll den Bus für ihren Herbstausflug. Das erste Ziel war Uffenheim-Welbhausen, wo uns eine Orchideenfarm erwartete. Ausführlich klärte uns die Fachfrau über die Bedürfnisse dieser vielfältigen Spezies auf und gab Tipps für die Pflege. Beeindruckend war dann der Gang durch den kleinen Urwald, wo die Luftwurzeln Weg und Sicht versperrten, und die riesigen Gewächshäuser. Kaum einer der anschließend nicht eine dieser herrlichen Pflanzen und das Drumherum erwarb. – Weiter ging’s dann Richtung Gnodstadt. Nahe dabei hatte einst der Ansbacher Markgraf neben dem Zollhaus „aus eigenen Mitteln“ einen Obelisken, die „Mautpyramide“, errichten lassen, um weithin sichtbar die Grenze seines Herrschaftsgebiets zu markieren. Später wurde die Bundesstraße beidseitig drum herum geführt, bis 2010 ein Lkw das Monument zum Einsturz brachte. Die Puzzleteile wurden 2012 ein paar Meter daneben wieder zusammengesetzt, wo man die Mautpyramide nun ungefährdet bestaunen kann. – Beim gepflegten Mittagessen in Wiesenbronn kam die Kunde auf, dass sich der Nebel auf dem Schwanberg gelichtet hatte. Dort oben gibt es außer einem evangelischen Benediktinerkloster im Schloss und der Kirche St. Michael den herrlichen Ausblick auf die Ebene vor dem Steigerwald. – Die weitere Route führte am katholischen Benediktinerkloster Münsterschwarzach vorbei zum krönenden Abschluss, dem Weingut im Hundertwasser-Haus von Untereisenheim. Die Farben des Hauses spiegelten die herbstlichen Farben der umgebenden Weinberge wider. Nach einer Weinverkostung, wobei der Inhaber über die Besonderheiten der Weine und die Geschichte des Hauses aufklärte, konnte man die edlen Tropfen erwerben und Werke des eigenwilligen Künstlers bestaunen. Wer wollte, konnte im Weingut-Cafe bei Kaffee und Kuchen die Hundertwasser-Atmosphäre auf sich wirken lassen oder einfach bei einem Spaziergang die Umgebung in frischer Luft genießen. – Bevor die Sonne , die sich nun doch gezeigt hatte, in den Abendhimmel versank, traten wir über die Autobahn die Heimreise an. Und beim Abschied lobten wieder alle den gelungenen Tag.
- Welker -

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