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AOK Bayern – Direktion Mittelfranken
Im Landkreis Nürnberger Land gibt es 2018 mehr Krankmeldungen wie im Vorjahr

Die aktuelle Auswertung der AOK zum Krankenstand für 2018 zeigt: Im NürnbergerLand sind AOK-versicherte Arbeitnehmer kränker als im bayernweiten Vergleich. Mit 5,3 Prozent liegt der Krankenstand über dem Bayernwert von 4,8 Prozent bzw. dem Mittelfrankenwert von 5,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich mehr Beschäftigte krank gemeldet.

Atemwegserkrankungen sind der häufigste Grund für Krankschreibungen. 48,3 Krankmeldungen je 100 erwerbstätige AOK-Mitglieder gab es im vergangenen Jahr im Nürnberger Land wegen dieser Krankheitsart. Im Jahr zuvor waren es genauso viele.

Auf Muskel-/Skeletterkrankungen entfielen 31,8, auf Erkrankungen des Verdauungssystems 16,0 und auf Verletzungen 15,6 Arbeitsunfähigkeitsfälle. „Geht es um die Dauer der Erkrankung, so verursachen Muskel- und Skeletterkrankungen von allen Krankheitsarten immer noch die meisten Ausfalltage“, so Jürgen Drachsler, Leiter der AOK Region Erlangen-Nürnberger Land. Statistisch gesehen war deswegen 2018 jeder AOK-versicherte Arbeitnehmer aus dem Nürnberger Land 5,9 Tage krankgeschrieben. 3,2 Fehltage ergaben sich aus Atemwegserkrankungen, 3 Krankheitstage wegen Verletzungen. Insgesamt war im Freistaat durchschnittlich jeder AOK-versicherte Arbeitnehmer 17,5 Kalendertage krank, im Nürnberger Land waren es im Schnitt 19,3 Tage.

Unverändert gibt es in Bayern ein deutliches Nord-Süd-Gefälle: Während in Oberfranken der Krankenstand mit 5,6 Prozent am höchsten war, betrug er in Oberbayern lediglich 4,2 Prozent. In Mittelfranken lag er bei 5,0 Prozent. Die Ursachen hierfür: Nordbayerische Unternehmen haben deutlich ältere Belegschaften. Oberbayerische Arbeitgeber dagegen profitieren von einem starken Zuzug jüngerer Arbeitnehmer.

„Um arbeitsbedingte Erkrankungen zu vermeiden, unterstützen wir seit über 20 Jahren Unternehmen aus unserer Region beim betrieblichen Gesundheitsmanagement“, so Jürgen Drachsler. Allein im der AOK Region Erlangen-Nürnberger Land nutzen jährlich rund 85 Unternehmen diesen Service.

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