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AOK-Studie
Wissenslücken bei gesunder Ernährung

Jolinchens Drachenzug wird mit Lebensmitteln gefüllt, um spielerisch zu vermitteln, wie viel man wovon essen und trinken sollte.
  • Jolinchens Drachenzug wird mit Lebensmitteln gefüllt, um spielerisch zu vermitteln, wie viel man wovon essen und trinken sollte.
  • Foto: AOK-Verlag
  • hochgeladen von Friedrich Adelmann

Nur etwa jeder dritte junge Erwachsene kennt sich mit gesunder Ernährung aus. Das ergab eine bundesweite Umfrage der AOK bei knapp 2.000 Menschen im Alter von 18 bis 69 Jahren. Aus acht Themenfeldern wurde dabei die sogenannte Ernährungskompetenz ermittelt. „Unter anderem wollten wir von den Befragten wissen, ob sie die Nährwertkennzeichnung richtig nutzen, Lebensmittel selbst zubereiten, gesunde Vorräte lagern, Mahlzeiten bewusst über den Tag verteilt einplanen oder die richtigen Snacks wählen“, so Christine Platt, Ernährungsfachkraft bei der AOK in Lauf.

Insgesamt hat nur knapp die Hälfte (46 Prozent) der erwachsenen Bundesbürger eine ausreichende Kompetenz in puncto Ernährung. Frauen schneiden mit 53 Prozent besser ab als Männer (38 Prozent), Ältere mit knapp 60 Prozent besser als Jüngere (37 Prozent). „Besonders schwer fällt es den meisten, sich durch ‚gesundes Vergleichen‘ für die richtigen Lebensmittel zu entscheiden“, so Platt. Rund 72 Prozent gaben an, dass es ihnen hier an den notwendigen Kenntnissen fehlt.

Ernährungsbildung schon für die Kleinsten
Schon seit längerem setzt sich die AOK für eine übersichtliche Kennzeichnung von Lebensmitteln ein, damit die Verbraucherinnen und Verbraucher beim Einkaufen eine gute Entscheidungsgrundlage haben. In verarbeiteten Produkten ist oft viel Zucker, Salz oder Fett versteckt. Als Beispiel nennt Platt übersüßte Frühstückszutaten wie Müesli, Cornflakes und Co. So überschreiten laut einer kürzlich veröffentlichten AOK-Studie 73 Prozent der untersuchten Frühstückscerealien beim Zuckergehalt die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO von 15 Gramm Zucker pro 100 Gramm. „Bei den speziell an Kinder gerichteten Lebensmitteln aus diesem Bereich liegen sogar 99 Prozent über dem Richtwert“, so Platt. Um schon bei den Kleinsten spielerisch Interesse für gesunde Ernährung zu wecken, bietet die AOK auch im Nürnberger Land den Kindertagesstätten (KiTas) das Gesundheitsprogramm „JolinchenKids – Fit und gesund in der KiTa“ an. Seit der Einführung von JolinchenKids im Jahr 2014 beteiligten sich im Landkreis bereits mehr als 20 KiTas, über 1300 Kinder und deren Familien konnten damit erreicht werden. JolinchenKids will alle Beteiligten (KiTa-Kinder, Eltern, Erzieher/-innen) für einen gesunden Lebensstil begeistern und die KiTa darin unterstützen, sich zu einer gesunden Lebenswelt zu entwickeln. Neben der Ernährung spielen hier auch die Bausteine Bewegung und seelisches Wohlbefinden eine Rolle. So entdecken schon die Kleinen gesundes Essen, das lecker schmeckt, kommen in Bewegung und erkennen ihre Stärken. Nähere Informationen sind im Internet zu finden unter: www.aok.de/bayern/jolinchenkids . Hier gibt ein Video interessierten KiTas und Eltern einen schnellen Überblick über Ablauf und Inhalte des ganzheitlichen Ansatzes.

Autor:

Friedrich Adelmann aus Nürnberger Land

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