Seniorenfahrt St. Otto/Lauf
Seniorenfahrt St. Otto/Lauf nach Kloster Banz und Wallfahrtskirche Gügel

Die Senioren auf den Stufen der Wallfahrstkirche Gügel
  • Die Senioren auf den Stufen der Wallfahrstkirche Gügel
  • hochgeladen von Jürgen Beranek

Der Sommerausflug der Senioren von St. Otto Lauf führte bei bestem Sommerwetter diesmal nach Kloster Banz in Oberfranken sowie zur Wallfahrtkirche Gügel im Landkreis Bamberg.
Nach einer gemütlichen Busfahrt über die Autobahn A3 und A73 war man mit Ausnahme des üblichen Baustellenstaus bei Erlangen vorbei an Forchheim und Bamberg schnell in Bad Staffelstein angekommen. Nach wenigen Kilometern und einem kurzen Anstieg der Straße war schließlich das schon von weitem grüßende Kloster Banz erreicht.
Dort wurde die Reisegruppe bereits von der Mesnerin Frau Gottschlich erwartet.
Sie führte die Senioren sachkundig und kompetent durch die Anlage und überraschte mit allerlei Wissenswertem zur Geschichte und heutiger Nutzung des Klosters. Die ehemalige Benediktinerabtei liegt weithin sichtbar auf dem Benzberg hoch oberhalb des Maintals in Oberfranken. Ursprünglich stand an dieser Stelle die als Bastion gegen die Ungarn errichtete Burg Banz der Markgrafen von Schweinfurt. Der Legende nach stiftete Gräfin Alberada die stark befestigte Burg 1069 nach dem gewaltsamen Tod ihres Gatten zur Gründung eines Benidiktinerklosters. Nach dem Tod der Stifterin verfiel Kloster Banz zusehends, bis Bischof Otto I. von Bamberg mit der Wiederbesetzung mit Mönchen aus Kloster Hirsau im Nordschwarzwald dem Kloster wieder zu einem Aufschwung verhalf.
Ein Feuer im Jahr 1505 ließ Banz bis auf die Grundmauern abbrennen. Der Wiederaufbau, durch den Bauernkrieg von 1525 erschwert, zog sich durch das gesamte 16. Jahrhundert. Einen erneuten Niedergang erfuhr das Kloster durch die Wirren des Dreißigjährigen Krieges, wo schwedische und kaiserliche Truppen dem Gebäude übel mitspielten. Die schwedische Herrschaft in Franken machte die Lage für Banz existenzbedrohend. Erst mit der Gegenreformation gewann die Benediktinerabtei wieder an geistlicher und kultureller Bedeutung bis zur Sekularisation in deren Folge das Kloster schließlich 1803 aufgelöst wurde. Herzog Wilhelm von Bayern war es zu verdanken, dass der Bau nicht wie angedacht abgebrochen wurde. Er erwarb 1814 Kloster Banz und richtete dort seine Sommerresidenz ein. Banz nahm seitdem zahlreiche bedeutende Gäste auf. Im Sommer 1859 schuf Victor von Scheffel hier das bekannte Frankenlied „Wohlauf, die Luft geht frisch und rein“. Nach dem Ersten Weltkrieg war Banz zunächst wieder ein Kloster, im zweiten Weltkrieg wurde es in ein Lazarett umfunktioniert.
Mit dem Jahr 1979 begann ein neues Kapitel in der Geschichte des Klosters. Die Hanns-Seidel-Stiftung kaufte die bis hier nur noch notdürftig instand gehaltene ehemalige Abtei. Nach gründlicher kunsthistorischer Untersuchung restauriert, finden sich heute moderne Tagungsräume mit modernsten Techniken in der bereits 1983 eröffneten Erwachsenenbildung mit jährlich über 23.000 Gästen aus aller Welt.
Nach derart vielfältigen und interessanten Informationen kehrte die Gruppe in der Klosterschänke zum wohlverdienten Mittagessen ein.
Im Anschluss daran ging es gut gestärkt weiter zur Wallfahrtskirche Gügel bei Scheßlitz im Landkreis Bamberg. Hier übernahm Thomas Kirsch, der auch diese Fahrt organisiert hatte, die Führung. Auch hier konnten die Teilnehmer ihren Wissensdurst mit vielerlei Fakten und geschichtsträchtigen Ereignissen stillen. Auf dem Gügel wurde bereits 1274 eine Burg Gügel mit angegliederter Kapelle zu Ehren des Heiligen Pankratius urkundlich erwähnt. Im Lauf der Jahrhunderte mehrmals zerstört, steht die Wallfartskirche auf einem Felsen. Auf einem Felsvorsprung befindet sich ein Annex mit der Sakristei. In die Westwand eingefügt erhebt sich ein Turm. Im Westen ist eine Terasse vorgelagert, zu der eine Treppe hinaufführt.
Der Höhepunkt für die Reisegruppe aus Lauf war der Aufgang von der Unterkirche über Wendeltreppen und Wehrgang zur Oberkirche.
Eine kleine Kaffeepause beendete schließlich diesen wunderschönen Tag, bevor die Fahrt gut gelaunt durch die schöne fränkische Landschaft wieder zurück nach Lauf ging

Autor:

Jürgen Beranek aus Nürnberger Land

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