Bezirkstag von Oberfranken erhält neues Gesicht

In der ehemaligen Anstaltskapelle in Bayreuth ist heute der Sitzungssaal des Bezirkstages von Oberfranken untergebracht. 21 Mitglieder aus 7 Parteien gehören dem Gremium nun an. (Foto: Bezirk Oberfranken)
Bayreuth: Bezirkstag |

Höchstes Parlament Oberfrankens künftig mit 21 Mandatsträgern

OBERFRANKEN (pm/rr) – Der Bezirkstag von Oberfranken wird bei der konstituierenden Sitzung am 8. November ein völlig neues Gesicht haben. Das Gremium umfasst statt den ursprünglich im Gesetz vorgesehenen 16 Mitgliedern aufgrund zweier Überhangmandate und dreier Ausgleichsmandate nunmehr 21 Personen. Zwei Drittel von ihnen werden erstmals im höchsten Parlament Oberfrankens Platz nehmen.

Nach dem von der Regierung von Oberfranken veröffentlichten vorläufigen Endergebnis erringt die CSU alle acht Direktmandate. Auch der oberfränkische Stimmenkönig kommt mit dem Kulmbacher Oberbürgermeister Henry Schramm (86463 Gesamtstimmen) aus den Reihen der CSU.

Je drei Sitze entfallen auf die SPD, die Freien Wähler und die Grünen. Zwei Sitze gehen an die AfD, die erstmals im Bezirkstag von Oberfranken vertreten ist.
Nach fünf Jahren zieht mit Thomas Nagel erstmals wieder ein FDP-Kandidat in den Bezirkstag ein, Reinhard Möller von den Linken behält sein Bezirkstagsmandat. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,64 Prozent.

Wahl des Bezirkstagspräsidenten

14 Bezirksräte werden neu im Gremium sein, das aufgrund zweier Überhang- und dreier Ausgleichsmandate von 17 auf nunmehr 21 Personen wächst. Laut dem Bezirkswahlgesetz sind ursprünglich 16 Bezirksräte für Oberfranken vorgesehen.

Am 8. November treffen sich die gewählten Bezirksvertreter um 9.00 Uhr im Großen Sitzungssaal des Bezirks Oberfranken in Bayreuth zur konstituierenden Sitzung für die Legislaturperiode 2018 bis 2023.
Dann wird aus der Mitte des Gremiums auch ein Nachfolger für den scheidenden Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler gewählt, der nach 24 Jahren im Bezirkstag von Oberfranken nicht mehr zur Wahl stand.

Die CSU konnte alle acht Direktmandate auf sich vereinigen:

Stimmkreis 401 Bamberg-Land: Kalb, Johann (CSU)
Stimmkreis 402 Bamberg-Stadt: Söder, Thomas (CSU)
Stimmkreis 403 Bayreuth: Dr. Specht, Stefan (CSU)
Stimmkreis 404 Coburg: Straubel, Sebastian (CSU)
Stimmkreis 405 Forchheim: Dr. Schürr, Ulrich (CSU)
Stimmkreis 406 Hof: Dr. Fichtner, Harald (CSU)
Stimmkreis 407 Kronach, Lichtenfels: Meißner, Christian (CSU)
Stimmkreis 408 Wunsiedel, Kulmbach: Schramm, Henry (CSU)

Nach dem von der Regierung von Oberfranken veröffentlichten Wahlergebnis wurden folgende Kandidaten über die Liste gewählt:

Starke, Andreas, Bamberg (SPD)
Dr. Kuhn, Beate, Bayreuth (SPD)
Grießhammer, Holger, Weißenstadt (SPD)
Hümmer, Manfred, Forchheim (FREIE WÄHLER)
Früßbeißer, Stefan, Pottenstein (FREIE WÄHLER)
Söllner, Klaus Peter, Stadtsteinach (FREIE WÄHLER)
Keis-Lechner, Dagmar, Kulmbach (GRÜNE)
Söllner, Mathias, Lichtenfels (GRÜNE)
Neumeister, Manfred, Hollfeld (GRÜNE)
Möller, Reinhard, Tröstau (Die LINKE)
Nagel, Thomas, Kulmbach (FDP)
Köhler, Florian, Bamberg (AfD)
Kunzelmann, Heike, Lichtenfels (AfD)
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