Staatsministerin Huml: Neue Kläranlage bietet Schutz für Mensch und Umwelt!

Einweihung der neuen Kläranlage in Heiligenstadt (v.l.): Hans Hemmerlein, Baudirektor Wasserwirtschaftsamt Kronach, 1. Bürgermeister Helmut Krämer, MdL Heinrich Rudrof, Landrat Johann Kalb, Staatsministerin Melanie Huml und Michael Miller, Ingenieurbüro Miller, Nürnberg. (Foto: Nicole Fuchsbauer)
 
Die neue Kläranlage in Heiligenstadt kann in Betrieb genommen werden. (Foto: Nicole Fuchsbauer)

Tag der offenen Tür in der neuen Kläranlage am Samstag, 29. September 2018, von 10 bis 17 Uhr. Führungen: stündlich durch das Ingenieurbüro Miller aus Nürnberg

REGION (nf) - Die Marktgemeinde Heiligenstadt marschiert mit Rückenwind Richtung Zukunft! Der Start ins Gigabit-Zeitalter ist beschlossene Sache, dann eine erfolgreiche 850-Jahr-Feier mit vielen Prominenten (der MarktSpiegel berichtete) und jetzt die Einweihung einer neuen, hochmodernen Kläranlage für 6.000 Bürgerinnen und Bürger. Der Freistaat Bayern bezuschusste auch dieses Projekt (ebenso wie den Breitband-Ausbau)  – und zwar mit genau 496.343,18 Euro. Die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege Melanie Huml besuchte den Festakt für die neue Anlage. 

1. Bürgermeister Helmut Krämer freute sich über die Einweihung der neuen Kläranlage (Traindorf, Gesamtkosten: 4,7 Millionen Euro) bei strahlendem Sonnenschein. Die zahlreichen Ehrengäste konnten sich über den Neubau, natürlich technisch auf dem neuesten Stand, einen Überblick verschaffen. An seinen Geschäftsleiter Rüdiger Schmidt gewandt, sagte Krämer: ,,Wir haben wieder einen Kraftakt geschafft! Obwohl, Kraftakte sind ja bei uns schon an der Tagesordnung!" Landrat Johann Kalb witzelte in dem Zusammenhang in seiner Ansprache: ,,Jetzt bin ich schon wieder in Heiligenstadt. Und jedes Mal gibt es Geld. Das muss mit meiner Anwesenheit zusammenhängen..."

Nach nur 16 Monaten Bauzeit konnte heute der Schlüssel für die Kläranlage Heiligenstadt übergeben werden. Die alte Anlage (1974 gebaut, seit 1975 in Betrieb) erfüllte nicht mehr die vom Gesetzgeber gestellten Anforderungen. Mit der neuen Kläranlage kann die Marktgemeinde die vom Gewässerschutz im Leinleitertal geforderten Aufgaben in hervorragender Weise erfüllen. Außerdem, so Helmut Krämer, fügt sich der Bau optimal ins Leinleitertal ein. Zudem ist die Lage an der Staatsstraße 21/87, in unmittelbarer Nähe des Bauhofes und der zentralen Wasserversorgung, optimal. Die Kläranlage ist energiesparend und arbeitet mit Solarstrom (Solardach). Dabei wurden die veranschlagten Kosten nicht überschritten. 
Wenn Ende 2019 die Orte Oberleinleiter und Tiefenpölz an die zentrale Kläranlage Heiligenstadt angeschlossen sind, wurde damit enorm in den Abwasserbereich investiert. 2020 werden 88 Prozent der Einwohner an öffentliche Kläranlagen angschlossen sein und 12 Prozent der Einwohner werden die Abwasserbeseitigung in Form von Kleinkläranlagen vornehmen. Dem Freistaat dankte Krämer für die langjährige Unterstützung und hofft, dass der ländliche Bereich – dünne Besiedelung und Erschwernisse beim Bau durch steinigen Untergrund – bei der Änderung der Förderrichtlinie für die Härtefälle entsprechend Berücksichtigung findet. 
Eine extra Kurzführung durch die neue Kläranlage mit Michael Miller (Ingenieurbüro Miller) und dem leitenden Baudirektor beim Wasserwirtschaftsamt Kronach Hans Hemmerlein gab es natürlich für Staatsministerin Melanie Huml. Die Ministerin erläuterte, dass 97 Prozent der Bürger in Bayern an eine kommunale Kläranlage angeschlossen sind. Davon profitieren Gesellschaft sowie Natur: ,,Darauf sind wir stolz, vor allem aber haben wir es der Existenz hochmodernen Anlagen wie hier im Markt Heiligenstadt zu verdanken – und den Menschen, die hier arbeiten. Gerne haben wird uns als Bayerische Staatsregierung mit circa einer halben Million Euro an den Kosten für die neue Kläranlage beteiligt. Das ist gut investiertes Geld, von dem wir alle etwas haben." Für das reibungslose Funktionieren so einer Kläranlage gab Gesundheitsministerin Melanie Huml auch wichtige Tipps: ,,Bitte werfen Sie keine Essensreste, feuchtes Toilettenpapier oder gar abgelaufene Medikamente in die Toilette. Denn selbst die modernsten Kläranlagen können die Rückstände oft nicht vollständig entfernen, so dass sie in unsere Seen und Flüsse gelangen können. Auch das kann mit ein Grund für die Entwicklung von eines Tages möglicherweise lebensbedrohlichen Antibiotika-Resistenzen sein!" 
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