AOK fördert Schulprojekt "Icebreaker"
Depression ist kein Tabu!

  • Foto: Bildunterschrift: Claus Eitel, Direktor der AOK in Mittelfranken (re) lobt die „Film-Crew“ der 7. Jahrgangsstufe der Karl-Dehm-Mittelschule für ihr Engagement im Präventions-Projekt mit dem Theaterpädagogen Jean-Francois Drozak
  • hochgeladen von Michaela Rahn

Ein Projekt der ganz besonderen Art realisierten Schüler*innen der Karl-Dehm Mittelschule in Schwabach. 13 Schüler*innen bereiteten gemeinsam mit dem freischaffenden Theatermacher Jean-Francois Drozak das Thema Depression im Jugendalter (schau-)spielerisch auf. Das Ergebnis: Eindrucksvolle, emotionale Videoclips, die anderen Schulklassen im Präsenzunterricht gezeigt werden können und dadurch den Unterricht sehr bereichern.
Gerade in Zeiten der Pandemie ist das Thema Depression im Jungendalter äußerst wichtig, daher freuen wir uns, dass es Herrn Drozak gelungen ist, das ursprüngliche Theaterprojekt nun als Film mit Schü-ler*innen kreativ und altersgerecht umzusetzen“, lobt Claus Eitel, Direktor der AOK in Mittelfranken.
Bei Drozaks Theaterstück „Icebreaker“ schlüpfen alle Zuschauer in die Rolle von Psychologen und sollen herausfinden, welche der Figuren auf der Bühne an einer ernsthaften Depression erkrankt ist, und welcher Jugendliche einfach nur “schlecht drauf” ist.
Die Schüler*innen der 7.Jahrgangsstufe wurden bei einem Casting ausgewählt. „Die intensive und persönliche Auseinandersetzung im Rahmen des Theaterstücks nimmt der Krankheit das Fremde und schafft Verständnis für Erkrankte und ihre Familien“, erläutert Drozak. Alle Schüler*innen brachten ihre persönlichen Erkenntnisse zu Papier. Viele schrieben, dass sie nun wissen, wie sich eine Depression im Alltag äußern kann und dass es gut ist, wenn man bei Anzeichen einer psychischen Erkrankung andere nicht verurteilt, sondern das Gespräch sucht. Denn das wissen nun auch alle, dass Depression heilbar ist, wenn sie frühzeitig erkannt wird. „Unsere Schüler*innen sind in diesem anspruchsvollen Projekt an ihre Grenzen gekommen. Sie sind jedoch alle über sich hinausgewachsen und haben sich dadurch erstaunlich weiterentwickelt“, beobachte der betreuende Lehrer Manuel Unterburger beeindruckt.
Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler wurden bei einem Casting ausgewählt und haben unter Einhaltung eines strengen Corona-Hygienekonzeptes intensiv die Woche gearbeitet. Sie erklärten sich nun sogar dazu bereit, die Video-Clips auch anderen Schulen in der Region zur Verfügung zu stellen.
Schulleiterin Silvia Schorr bedankt sich in der Abschlussrunde noch-mal für die finanzielle Förderung bei der AOK Bayern, bei Herrn Unterburger, Herrn Drozak und vor allem bei allen Schüler*innen: „Ich bin stolz auf euch!“

Autor:

Michaela Rahn aus Bayern

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