Vor allem S2 ist betroffen
Grüne machen Druck für attraktiven Nahverkehr

Dank der funktionierenden Aufzüge müssen Kinderwägen am Schwabacher Bahnhof nicht wie hier auf dem Foto die Treppen heruntergetragen werden. Mit diesem Symbolfoto zeigt Sabine Weigand (l.) das Problem beim Betreten und Verlassen der S-Bahn.
  • Dank der funktionierenden Aufzüge müssen Kinderwägen am Schwabacher Bahnhof nicht wie hier auf dem Foto die Treppen heruntergetragen werden. Mit diesem Symbolfoto zeigt Sabine Weigand (l.) das Problem beim Betreten und Verlassen der S-Bahn.
  • Foto: Joscha Falk (Symbolbild)
  • hochgeladen von Victor Schlampp

SCHWABACH (pm/vs) - Fehlende Barrierefreiheiten und Taktlücken machen Nutzerinnen und Nutzern der S2 Probleme. Jetzt haben die Schwabacher Abgeordnete der Grünen, Dr. Sabine Weigand (MdL), und der Grünen Ortsverband Nürnberg-Süd nachgehakt. Leider wird sich wohl in den nächsten Jahren wenig ändern.

Abendliche Taktlücken unter der Woche, fehlende Frühverbindungen am Wochenende und vor allem die seit Ende 2020 nicht mehr gegebene Barrierefreiheiten machen die S-Bahn im Nürnberger Süden unattraktiv. Gerade für mobilitätseingeschränkte Personen ist der aktuelle Zustand mehr als ärgerlich. Die Landtagsabgeordnete für Nürnberg Süd, Sabine Weigand, hat deshalb zusammen mit dem mobilitätspolitischen Sprecher im Landtag, Markus Büchler, bei der Staatsregierung nachgehakt. Nun gibt es eine Antwort:
Obwohl die Bayerische Eisenbahngesellschaft, die für das bayerische Verkehrsministerium den S-Bahnverkehr organisiert, seit spätestens 2014 wusste, dass ab 2018 neue Fahrzeuge mit niedrigerem Einstieg (dann 76 Zentimeter Einstieg bei 96 Zentimeter Bahnsteighöhe) eingesetzt würden, werden die Bahnsteige nach aktuellem Planungsstand erst bis 2026 angepasst sein. Dies bedeutet, dass der nicht barrierefreie Zustieg zur S2 noch fünf Jahre andauern wird. Eine schlüssige Antwort, wie es dazu kommen konnte, gab es von der bayerischen Verkehrsministerin leider nicht.
Dies gilt ebenso für die abendlichen Taktlücken ab 19 Uhr ab Nürnberg Hbf in Richtung Schwabach und Roth.
Gerade im Anbetracht der beträchtlichen Wohnungsneubauten im unmittelbaren Umfeld des S-Bahnhofes Reichelsdorfer Keller wäre eine attraktivere S-Bahn äußerst wünschenswert, so Sabine Weigand. „Forderungen nach einer Schließung der Taktlücken, einer Frühverbindung am Wochenende, mit der man die frühen Fernzüge Richtung Wien und Hamburg erreichen kann sowie einer Taktverdichtung an Samstagen möchte die Bayerische Staatsregierung leider nicht nachkommen“, so ihr Fazit.
An finanziellen Mitteln würde es für eine Ausweitung des Angebots nicht mangeln. Schließlich werde aus den für die Bestellung von Zugverkehr jährlich vom Bund dem Freistaat bereitgestellte rund eine Milliarde Euro ein erheblicher Anteil für den Bau der 2. S-Bahn-Stammstrecke in München zweckentfremdet. Außerdem pumpe der Freistaat jährlich 400 Millionen Euro an Landesmitteln in den Staatsstraßenbau. Für die Verkehrswende und ein besseres Angebot bei der S-Bahn Nürnberg fehle einzig der politische Wille bei der CSU-Staatsregierung.
Zusammen mit dem Grüne Ortsverband Nürnberg-Süd, machen die beiden Landtagsabgeordneten weiter Druck, denn sie möchten Bus und Bahn ausbauen und somit die Verkehrswende deutlich voranbringen. Für mehr Mobilität, Barrierefreiheit und Klimaschutz.

Autor:

Victor Schlampp aus Schwabach

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