Historische Fassadenputze: Alte Handwerkskunst mit neuen Materialien

Beim Kratzputz wird die Oberfläche aufgeraut.
  • Beim Kratzputz wird die Oberfläche aufgeraut.
  • Foto: © HECK Wall Systems GmbH & Co. KG
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REGION (pr-jaeger/vs) - Mit einem historischen Fassadenputz lassen sich alte Häuser stilgerecht restaurieren, aber auch bei Neubauten setzen auf diese Art gestaltete Fassaden reizvolle Akzente.

Dabei ist die Handwerkstechnik seit Jahrhunderten gleich und nur die Materialien haben sich geändert. Heute gibt es Mischungen, die sich speziell für mittelalterliche Verputztechniken eignen, dabei aber modernen bautechnischen Anforderungen entsprechen. So lassen sich Effekte erzielen, die viel von der Optik und dem Charme früherer Zeiten haben. Als Arbeitsmittel kommen bei historischen Verputztechniken Rutenbesen, Nagelbrett oder Quast, Kelle oder Putzkamm zum Einsatz, um dem Putz eine eigene Struktur zu geben. So wird beim Kratzputz die Oberfläche mit einem Nagelbrett aufgeraut. Solche Strukturen sind in Deutschland bereits an Häusern aus dem 14. Jahrhundert zu finden. Beim Altdeutschen Putz wird die oberste Schicht abschließend mit einem Kleisterpinsel verschlämmt. Das Ergebnis ist eine gleichmäßig fein strukturierte Fläche. Beim Besenzugputz – beliebt vor allem in der Gründerzeit und im Jugendstil - zieht, drückt, stupft oder schlägt der Handwerker mit dem Rutenbesen waagrechte und senkrechte Strukturen. Je nach Handhabung ergeben sich daraus verschiedene Effekte.
Gängig war früher vor allem der Kellenwurfputz. Der Mörtel wird nur in einer Schicht aufgetragen beziehungsweise mit der Kelle angeworfen. Damit alles gut haftet und eine geschlossene Schicht entsteht, muss jeder Anwurf den vorherigen leicht überdecken. Hier zählt das Können des Handwerkers. Heute wird beim Kellenwurf trotzdem meist eine Kalk- oder Kalkzementschicht als Grundlage verwendet, damit der grobkörnige Putz in jedem Fall gut haftet. „Es ist die Handschrift des Handwerkers, die die Struktur entscheidend prägt. Das macht historische Fassadenputze so vielfältig und lebendig“, sagt Heiko Faltenbacher von Heck Wall Systems. Die Broschüre „Historische Oberputze“ steht unter www.wall-systems.com zum kostenlosen Download bereit. Auf dem Youtube-Kanal unter www.youtube.com/wallsystems sind verschiedene Verarbeitungstechniken historischer Putze in kurzen Filmen zu sehen.

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