@Franck Ribéry: In Schwabach wäre das Goldsteak viel billiger gewesen!

Es sieht edel aus, doch der Goldanteil ist verwindend gering: Nur zwei hauchdünne Blättchen kommen in die Suppe. (Foto: © Victor Schlampp (Archiv))

SCHWABACH (pm/vs) - Die sogenannten „sozialen Medien“ machen es möglich: Ein Video, das den Fußballer Franck Ribéry in Dubai zeigt, wie er ein mit Blattgold überzogenes Steak bestellt und würzt haben in der Öffentlichkeit für ein gesteigertes Interesse an der Goldschlägerstadt Schwabach gesorgt. Denn hier gehört Gold in Speisen und anderen Lebensmitteln schon lange zum Alltag.


Franck Ribéry wurde unter anderem vorgeworfen, der Verzehr eines Steaks, dessen Vergoldung den Preis angeblich auf 1.200 Euro hochgetrieben habe, sei eine geschmacklose Protzerei. Egal, ob nun Ribéry den Freundschaftspreis von 300 Euro selbst bezahlt hat oder das Ganze ein Geschenk des Hauses war, an der verwendeten Goldmenge kann es nicht gelegen haben. Hans-Joachim Rütten, Inhaber der Goldschlägerei Blattgold Rupprecht in Schwabach, schätzt den Materialwert auf maximal 30 Euro. Im Zuge der Verarbeitung werden aus 12 Gramm Gold 1.000 Blatt Blattgold. 25 davon in Lebensmittelqualität kosten beispielsweise in der Goldschlägerei Rupprecht in Schwabach - je nachdem, wie der Goldpreis aktuell notiert ist - etwa 40 Euro. Zugelassen seien dabei nur zwei besondere Sorten von Blattgold. Alle anderen könnten Kupfer oder andere Metalle enthalten, was beim Verzehr zu Vergiftungen führen würde. Egal, ob der berühmte Schwabacher Goldsekt oder das Goldschlägermenü im „Goldenen Stern“, der Materialwert des zugesetzten Goldflitters liegt im unteren einstelligen-Eurobereich. Im Falle des Steaks von Franck Ribéry lasse sich der hohe Preis mit der Kunst des Zubereitens und dem Promistatus des betreffenden Restaurants begründen.
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