Martina Eisenreich im Burgkeller Hilpoltstein

Martina Eisenreich Quartett im Keller Hilpoltstein
Hilpoltstein: Keller am Burganger | Hilpoltstein (li) Gibt es Worte für die Verzauberung? Die "Emotionalgeigerin" Martina Eisenreich mit ihren Profi-Musikern Christoph Müller (Gitarre), Alexander Haas (Kontrabass) und Wolfgang Lohmeier (Percussion) hat mit ihrer Musik im Burgkeller das Publikum schon im ersten Teil des Konzerts mit auf eine Reise von der italienischen Toscana "Giovanni Il Grande" zu "Tante Käthe", zum Mond "Der Mondmann", nach Irland (sie spielte dabei eine irische Tin-whistle) und ins Jiddische "Jankele" genommen.

Dabei steht sie - wie immer - barfuss fest auf der Erde. Mit seiner Musik aber hebt das Martina Eisenreich Quartett ab in andere Sphären. Dazu passend war die romantische Beleuchtung des Kellers, der seit 1.000 Jahren genutzt wird, aber sicher als Musikkeller seine schönste Bestimmung findet.

In der Pause bot die Burgruine Hilpoltstein mit der schwarz-gelben Fahne und den drohenden Gewitterwolken im Hintergrund ein stimmungsvolles Bild.

Der zweite Teil wurde mit einer "Grammophon-Geige" mit der Basismelodie "Liebling, mein Herz lässt dich grüßen" melodisch eröffnet. Die Gruppe habe sich eigentlich nicht aus musikalischen Gründen zusammengetan, sondern Voraussetzung seien Kenntnisse im Computerspiel Tetris, da nur so das Packen des Band-Busses möglich sei - so leitete Martina Eisenreich das Stück "Tetris - Level 1-3" ein. Der Tourbus war in der Pause für alle sichtbar unter der Open-Air-Überdachung geparkt und so konnten sich alle vorstellen, dass es schon gewisser Fähigkeiten bedarf, die "tausend" Percussionteile, die Instrumente und die Musiker einzuladen.

"Atemlos in Sibio" moderierte Alexander Haas selbst mit einer Beschreibung des rumänischen Sports "Karpaten-Springen" an, bei der Melodie hüpften die Musiker dann rythmisch mit. Vorläufiger Abschluss war "die Chance", bei der Wolfgang seine Instrumente voll einsetzen durfte, besonders witzig war die Harfe, die mit Pyraser Wasser gefüllt wurde. Die erste Zugabe war ein Wettstreit von Gitarre und Banjo (der Kontrabass wurde umfunktioniert), die zweite eine sanfte Melodie zum guten Nachhausekommen.

Verzauberung durch Musik kann nicht beschrieben werden - dies ist also nur ein Versuch. In der Region wird das Martina Eisenreich Quartett am 17. Juni 2016 in der Delfin-Lagune im Nürnberger Tiergarten wieder zu hören und zu erleben sein.
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