Jubiläums-Sommerfest beginnt mit einer durchtanzten Nacht

Wann? 21.07.2017 19:00 Uhr

Wo? Freilandmuseum Bad Windsheim, Eisweiherweg 1, 91438 Bad Windsheim DE
Sommerfest im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim. (Foto: Fränkisches Freilandmuseum)
Bad Windsheim: Freilandmuseum Bad Windsheim | Fränkisches Freilandmuseum: Oldie-Night und Glockencarillon zum 35. Jubiläum

REGION (pm/nf) - Mit Hits der 1980er Jahre und einer Oldie-Night beginnt in diesem Jahr das dreitägige Sommerfest im Fränkischen Freilandmuseum des Bezirks Mittelfranken in Bad Windsheim. Zum 35. Museumsjubiläum darf am Freitag 21. Juli ab 19 Uhr im Biergarten vorm Wirtshaus am Freilandmuseum auch kräftig getanzt werden.


Das ehemalige Gasthaus „Zur Krone“ aus Oberampfrach war das erste Gebäude, das im Museum wieder aufgebaut wurde. Es stand bereits zwei Jahre, als am 24. Juli 1982 die feierliche Eröffnung mit dem damaligen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß stattfand. Heute stehen 135 Gebäude, weitgehend originalgetreu eingerichtete Bauernhöfe, Handwerkerhäuser, Mühlen, Brauereien, Gasthäuser, Schäfereien, ein Amtshaus, ein Sommerschlösschen und einige mehr in Bad Windsheim. Sie vermitteln den jährlich rund 200.000 Besucherinnen und Besuchern des Fränkischen Freilandmuseums, wie die ländliche Bevölkerung in früheren Zeiten gelebt, gewohnt und gearbeitet hat.

Peter Frei, den Bad Windsheimer Tanzlustigen als DJ im Café Sommerer noch in bester Erinnerung, wird für die passende Musik sorgen und Elke Woodard, Kai Jelotto und Peter Heß vom Wirtshaus am Freilandmuseum für das leibliche Wohl.

Nach einer heißen Nacht prägen beschauliche Erntearbeiten am Samstag 22. und Sonntag 23. Juli die Museumslandschaft zum Sommerfest. Auf den Feldern sind Ochsen- und Pferdegespanne unterwegs und zeigen, wie noch bis in die 1960er Jahre hinein in Franken die Felder bestellt wurden. Auch Oldtimer-Traktoren sind an diesem Tag ausgestellt. Spektakulär ist die voll funktionstüchtige Lokomobile, die seit 1910 in der Landwirtschaft im Einsatz ist. Die Erfindung der „1000-pferdigen Heißdampf-Ventil-Lokomobile“, wie sie damals auch genannt wurde, war deshalb so bahnbrechend, weil der Dampfantrieb transportabel war und zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt werden konnte. Zum Sommerfest wird das Dreschen und Strohbinden vorgeführt.

Auch häusliche Handwerke, die auf den Dörfern früher ausgeführt wurden, sind zu sehen. Ein Sattler erklärt, wie Kummete hergestellt werden, die in den 1930ern statt der Joche zum Einsatz kamen. Mit den gepolsterten Leder-Kummeten, die den Tieren um den Hals gelegt wurden, war es für sie angenehmer, einen Pflug oder Wagen zu ziehen, als mit den harten Holzjochen. Seile drehen, Strohnäpfe und Körbe flechten, Kartoffelsäcke weben und Wolle spinnen gehörte zu den damals üblichen Arbeiten, die abends nach der Feldarbeit oder im Winter ausgeführt wurden. Auch dörfliche Handwerksberufe wie Schuster, Schmied oder Holzschuhmacher sind zu sehen. Die Maurer, Schreiner und Zimmerleute des Museums zeigen Arbeiten, die für das Instandsetzen der historischen Häuser erforderlich sind. Um 13 Uhr startet am Samstag und Sonntag am Museumweinberg ein kleiner Handwerker- und Landwirtschafts-Umzug zu einer Runde durch das Museumsgelände.

Kinder können am Samstag und Sonntag Bälle filzen, Wasserrädchen bauen, alte Kinderspiele ausprobieren oder dem Imker besuchen.

Liebhaber spätmittelalterlicher Musik sind am Samstagabend, 22. Juli 2017, angesprochen. Hier ist das „Ensemble Coronato“ um den spanischen Clavisimbalisten und Musikwissenschaftler David Catalunya um 20.00 zu Gast in der Spitalkirche der Baugruppe Stadt des Fränkischen Freilandmuseums. Ein besonderes Klangerlebnis verspricht die tragbare gotische Orgel, die mit fünf Registern ausgestattet ist, sowie ein mittelalterliches Glockencarillon. Der Eintritt zum Konzert ist frei.
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