Winteraustreiben der Nürnberger Schembart-Gesellschaft

Wann? 26.03.2017 19:00 Uhr

Wo? Tiergärtnertorplatz, Beim Tiergärtnertor 4, 90403 Nürnberg DE
Der Winter wird gefangen genommen. (Foto: Uwe Niklas)
Nürnberg: Tiergärtnertorplatz | Ist das wirklich noch notwendig? Der Winter ist ja schon so schwach, eigentlich fast nicht mehr vorhanden. Wir von der Schembart-Gesellschaft wollen sicher gehen und packen es deshalb richtig an: Wir vertreiben die letzten Winterreste am Sonntag, den 26. März 2017 (Sonntag Laetare), am Tiergärtner Torplatz in der Altstadt Nürnbergs um 19.00 Uhr. Und wir freuen uns auf Ihre Unterstützung und die der Nürnberger Bevölkerung.

Wie in jedem Jahr am Sonntag Laetare treffen sich Herr Winter (Martin Rosenberg), Frau Frühling (Brigitte Rosenberg) am Tiergärtner Torplatz und streiten um die Vorherrschaft auf der Erde. Dabei schicken sie ihre Anhänger in den tänzerischen und musikalischen Wettstreit. Wer dabei den Sieg davonträgt, das ist klar und lässt hoffen: Frau Frühling natürlich. Der Winter und seine Schar werden von den Schembartläufern gefangen genommen und zu den Klängen von Sackpfeifen und Trommel durch die Altstadt zum Hauptmarkt eskortiert. Nach einem großen Fackeltanz wird dort die Winterstrohpuppe feierlich verbrannt.

Zum Abschluss singen wir zusammen mit dem Publikum das alte Lied „Jetzt treiben wir den Winter aus“ und tanzen um's Feuer.

Historischer Hintergrund

Die Nürnberger Schembart-Gesellschaft führt mit dem Winteraustreiben einen alten Brauch fort, der erstmals 1366 in Prag erwähnt wurde. Zur Mitte der Fastenzeit zu Sonntag Laetare trug man den Tod aus. Damals trugen mit Totenkronen geschmückte Mädchen den Tod in Form einer Puppe herum. Wer nicht wollte, dass diese Prozession vor seinem Haus stehen blieb, also den Tod in sein Haus brachte, ging dem Zug mit Geschenken entgegen. Die Puppe jedoch musste nach dem Zug durch die Stadt außerhalb der eigenen Stadtgrenzen den Flammen- oder den Wassertod erleiden, glaubte man doch, damit das Sterben in diesem Jahr aus der Stadt verbannen zu können.
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