Der Fürther Wochenmarkt sucht ein Zuhause

Derzeit haben die Obst- und Gemüsehändler ihre Stände am Bahnhofplatz aufgebaut. Die Fläche rund um den Centaurenbrunnen steht für den neuen Wochenmarktstandort ebenso zur Wahl wie die Adenaueranlage. Foto: Ebersberger

FÜRTH - (web) Nach dem der Einkaufsschwerpunkt Neue Mitte und auch der Hornschuch-Center mehr und mehr Formen annehmen, bleibt für die Innenstadt neben der Zukunft des City Centers noch eine große Frage offen. Wohin mit dem Wochenmarkt? Eine Machbarkeitsstudie soll für Klarheit sorgen: Adenaueranlage oder Bahnhofplatz.

Neu ist sie keineswegs, die Diskussion um den Wochenmarkt. Richtig Fahrt aufgenommen hat sie aber erst wieder durch den Vorschlag des Fürther Unternehmers Jochen Schreier im vergangenen Frühjahr, in der Konrad-Adenauer-Anlage einen „Schnabuliermarkt“ zu errichten. Im Stadtrat, aber auch bei den Bürgern standen sich schnell Befürworter und Gegner des Konzeptes gegenüber. Der doch sehr ausschweifende Vorschlag ist wohl mehr oder weniger ad acta gelegt, die Adenaueranlage aber bleibt weiterhin im Rennen um den festen Standort des Wochenmarktes.
Eine zuletzt von der Stadt in Auftrag gegebene und von der Firma „SK Standort & Kommune“ durchgeführte Befragung hatte zum Ergebnis: der Wochenmarkt-Standort könne nur in der Adenaueranlage sein. Doch Kritiker, wie etwa das „Bündnis für Innenstadtgrün“ sprachen dem Gutachten erhebliche Mängel und Widersprüche zu. Die Fragestellungen waren zu sehr auf die Adenaueranlage zugespitzt, Antworten seien zu wenig repräsentativ. Auch bei einigen Stadträten verursachte die Analyse leichte Bauchschmerzen.
Alternativ zur Adenaueranlage geht der Bahnhofplatz ins Rennen. Dort haben die Obst- und Gemüsehändler nach jahrelanger Wanderschaft bereits seit 2013 eine Bleibe gefunden. Anfangs nur als Interimslösung angedacht, soll der Platz um den Centaurenbrunnen nun eine dauerhafte Lösung darstellen. So etwa sieht es der Verein „Wir sind Fürth“, der auch schon ein fertiges Konzept für den „Centauren-Markt“ vorgestellt hat.
Beide Lösungen sollen nun in einer Machbarkeitsstudie untersucht werden, wie der Stadtrat jetzt in einem Grundsatzbeschluss festlegte. Dabei geht das Gremium von 15 bis 25 Ständen aus, das Angebot (inklusive Gastronomie) solle quantitativ und qualitativ verbessert, ein echter Marktcharakter deutlich herausgearbeitet werden. Zudem soll der Marktbetrieb „mindestens mehrheitlich“ in städtischer Hand bleiben.
Letztlich geht es nicht nur um einen neuen Standort. Vielmehr soll ein neuer Markt „mit innovativem Konzept an einem geeigneten Standort realisiert werden“, heißt es in einem Papier des Wirtschaftsreferates. Es gelte aber auch, die Möglichkeit einer Bürgerbeteiligung zu prüfen. Ergebnisse erwartet man noch in diesem Herbst.
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