Kreisklinik Roth wird zum Lehrkrankenhaus

Bei der Übergabe der Urkunde (v.l.) Landrat Herbert Eckstein, Vorstand Werner Rupp und Dr. Dirk Asshoff (beide Kreisklinik Roth), Prof. Dr. Thomas Papadopoulos (Dekan Lehre PMU) und Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Söllner (Vizerektor PMU). (Foto: © Kreisklink Roth/G. Rudolph)
 
Erst durch die Luftaufnahme wird die Größe des Klinikareals sichtbar. (Foto: © Kreisklinik Roth/G. Rudolph)

ROTH (pm/vs) - Die Kreisklinik Roth ist das erste Lehrkrankenhaus der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Nürnberg. 2018 wird der erste Jahrgang der Studierenden den klinisch-praktischen Teil der Ausbildung absolvieren, unter anderem in der Kreisklinik Roth.

2014 wurde der Nürnberger Standort der Universität mit Stammsitz in Salzburg eröffnet. Mittlerweile studieren drei Jahrgänge mit jeweils 50 Studierenden in Nürnberg. Die Universität in Salzburg bietet seit rund 15 Jahren das Studium der Humanmedizin nach Vorbild der amerikanischen Mayo Medical School an und arbeitet mit mehr als 20 Lehrkrankenhäusern in Österreich und Südbayern zusammen.
Am 30. November 2016 fand die feierliche Akkreditierung des ersten Nürnberger Lehrkrankenhauses in Roth statt. „Wir sehen darin eine Auszeichnung und ein Gütesiegel“, sagte der Vorstand der Kreisklinik Roth, Werner Rupp. „Wir sind stolz darauf, das erste Lehrkrankenhaus in der Metropolregion Nürnberg zu sein.“
Audit bestanden
„Die Kreisklinik in Roth zeichnet sich durch eine hervorragende Krankenversorgung aus. Aus- und Fortbildung spielen dort schon immer eine besondere Rolle“, sagte der Vizerektor der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Nürnberg, Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Söllner. Zudem gebe es eine langjährige Kooperation der Kreisklinik Roth mit dem Klinikum Nürnberg, dem Hauptpartner der Paracelsus Universität vor Ort. Vor der Akkreditierung hatte die Klinik ein Audit zur Qualität der Krankenversorgung und Lehre erfolgreich bestanden; nach fünf Jahren wird diese Qualitätsprüfung wiederholt.
Das Klinisch-Praktische Jahr (KPJ) ist der letzte Abschnitt des Medizinstudiums und findet in Nürnberg und Salzburg im fünften Studienjahr statt. Das KPJ wird zu je einem Drittel in einer chirurgischen und internistischen Abteilung sowie in einer weiteren Fachabteilung der Wahl absolviert.
Die Lehre in Nürnberg und Salzburg setzt basierend auf dem Curriculum der amerikanischen Mayo Medical School bereits in den ersten Jahren auf eine enge Verzahnung von theoretischen und klinischen Studieninhalten. „Im Klinisch-Praktischen Jahr werden diese Kenntnisse und Erfahrungen weiter vertieft“, so Professor Dr. Thomas Papadopoulos, Dekan für Lehre an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Nürnberg. Ein kleineres Krankenhaus mit einem anderen Krankheitsspektrum als der Maximalversorger Klinikum Nürnberg sei eine wichtige Ergänzung des Ausbildungsangebotes.
Nachwuchspflege
In der Ausbildung angehender Ärztinnen und Ärzte sieht die Kreisklinik Roth gleichzeitig eine Verpflichtung und eine Chance. Man freue sich auf die Studierenden, sagte Dr. Dirk Asshoff, Ärztlicher Leiter der Klinik. „Durch die Ausbildung werden wir gefordert, uns immer wieder mit der eigenen Tätigkeit und ihren Grundlagen auseinanderzusetzen.“ Die Sorge um den eigenen Nachwuchs ist eine weitere Motivation. „Wir hoffen natürlich, dass es uns gelingen wird, jungen Ärztinnen und Ärzte für unser Haus zu gewinnen“, sagte Landrat Herbert Eckstein.
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