Nussel: „Erforderlichkeit neuer Stromtrassen prüfen!“

MdL Walter Nussel begrüßt die Energiewende, mahnt jedoch Verhältnismäßigkeit bei der Umsetzung an. Foto: CSU

HERZOGENAURACH / MÜNCHEN (pm/mue) - In einem Dringlichkeitsantrag hat die CSU-Fraktion im Landtag die Gleichstromtrasse Süd-Ost abgelehnt.


Der Landtagsabgeordnete Walter Nussel: „Diese Trasse ist unzweckmäßig und nicht mit dem Ziel des überregionalen Austausches von Strom aus Erneuerbaren Energien im Einklang.“ Er ergänzt: „Wir brauchen keine Kohletrasse, sondern möchten, dass die Staatsregierung ihre Gespräche über Alternativen zu der Passage Süd-Ost mit der Bundesregierung fortführt.“

An der Energiewende selbst hält die CSU-Fraktion hingegen fest. „Wir haben uns in Bayern als Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 die Hälfte unseres Stromes aus Erneuerbaren Energien zu erzeugen. Dabei sind wir auf einem sehr guten Weg“, so Nussel weiter. Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromverbrauchsdeckung in Bayern konnte in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert werden – von rund 22 Prozent im Jahr 2008 auf aktuell rund 36 Prozent.

Trotz des rasanten Ausbaus der Erneuerbaren Energien in Bayern werden neue Stromtrassen benötigt, um eine sichere Stromversorgung zu gewährleisten. Mit ihnen soll insbesondere der zunehmende Windstrom aus Norddeutschland in die Produktionsstätten im Süden transportiert werden. Wie es in einer Pressemitteilung der CSU-Fraktion heißt, sei davon auszugehen, dass sich durch die demnächst anstehende Reform des Erneuerbaren Energie Gesetzes (EEG) eine grundlegende Veränderung der Rahmenbedingungen ergebe. Die CSU-Fraktion setze sich deshalb dafür ein, dass Bedarf und Planung neuer Stromtrassen ständig neu überprüft und entsprechend angepasst würden. Zudem macht Nussel deutlich: „Nur wer sich Gesprächen und Verhandlungen nicht verweigert, kann auch mit gestalten und zu besseren Ergebnissen für die Menschen in Bayern beitragen. „Wer nur nein sagt, versagt in der konkreten Verantwortung für unser Land!“ Das Wichtigste besteht für Walter Nussel jedoch darin, „... dass wir – wie gehabt – Sicherheit bei der Energiebereitstellung haben“.
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