Mit dem DATEV Challenge an die Grenzen gehen

Sieger 2014 bei den Männern, Timo Bracht, beim Zieleinlauf. (Foto: ©Veranstalter)
 
Start ist am 12. Juli bereits um 6.30 Uhr an der Kanallände Hilpoltstein. (Foto: ©Veranstalter)

LANDKREIS ROTH (pm/vs) - Wer einen Triathlon der Extraklasse über die Langdistanz und das zudem wohnortnah erleben möchte, hat am kommenden Sonntag Gelegenheit dazu: Am 12. Juli fällt der Startschuss zum DATEV Challenge Roth 2015.


Im letzten Jahr hatten insgesamt über 250.000 Gäste und Einheimische das Sportspektakel als Zuschauer begleitet. Für den 12. Juli haben sich rund 3.400 Einzelstarterinnen und -starker sowie etwa 650 Staffeln angemeldet aus über 60 Nationen angemeldet. Der Wettkampftag über die Triathlon-Langdistanz (3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und 42 Kilometer Laufen) beginnt um 6.30 Uhr an der Kanallände Hilpoltstein. Von dort aus geht es ab der Wechselzone 1 an der Lände Hilpoltstein weiter mit dem Rad. Zwei Radrunden à 85,5 Kilometer und neun weitere Kilometer zum Park-and-Ride-Platz an der Hilpolsteiner Straße in Roth müssen bewältigt werden. Letzte Disziplin ist dann der Marathonlauf entlang des Europakanals bis Schwanstetten und über Heimpfarrich zurück durch die Rother Innenstadt mit Zieleinlauf am Triathlon-Park. Wenn alles glatt geht, wird der Sieger ab 14.10 Uhr erwartet. Bei den Frauen dürfte die Beste gegen 14.45 Uhr „finishen“. Bei den Staffeln, die sich in mehreren Gruppen ab 7.05 Uhr an der Kanallände Hilpoltstein ins Wasser stürzen, wird die Siegergruppe ab 16 Uhr erwartet. Übrigens: Zielschluss für alle ist um 23.05 Uhr. Wer bis dahin nicht zurück ist, fällt aus der Wertung. Die Ehrung der „Top 3“ den Männern und den Frauen sowie der Trophy-Staffeln ist gegen 20 Uhr angesetzt. Gleichzeitg beginnt die „Finishline-Party“ im Zielbereich.

Bundesminister startet in der Staffel

Aktuelle Meldung (6. Juli 2015): Heiko Maas, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, wird am DATEV Challenge Roth teilnehmen. Der Vertreter der Bundesregierung, hochrangige Spitzenpolitiker und passionierte Triathlet startet in der Staffel mit der Startnummer 5000 und wird – außerhalb der Konkurrenz und rein aus Freude am Sport – die komplette erste Rad-Runde des größten bayerischen One Day-Events mitfahren. Seine Staffel wird komplettiert durch Laura Schwarz, die Tochter des bekannten Extremsportlers Hubert Schwarz (Schwimmen), und den Musiker, Sportler und Unternehmer Joey Kelly (Laufen).
Heiko Maas: „Als passionierter Hobby-Triathlet freue ich mich, bei dieser Veranstaltung mit dabei sein zu können. Neben dem sportlichen Aspekt ist es mir mit meiner Teilnahme aber besonders wichtig, auf einen politischen Punkt aufmerksam zu machen: Die Bundesregierung hat aktuell ein Anti-Doping-Gesetz auf den Weg gebracht. Sport lebt vom fairen Wettkampf, wie er auch in Roth praktiziert wird. Wer dagegen dopt, verschafft sich einen ungerechtfertigten Vorteil und untergräbt die Integrität des Sports. Das geplante Anti-Doping-Gesetz ist daher ein Statement für den sauberen Sport. Ich freue mich daher, dass viele Sportlerinnen und Sportler dieses Gesetz aktiv unterstützen und ich möchte die Gelegenheit nutzen, um auch in Roth mit möglichst vielen Sportlerinnen und Sportlern, Zuschauern und Verbandsvertretern darüber zu diskutieren."
Bereits beim Schwimmstart um 6.30 Uhr ist der Bundesjustizminister vor Ort und schickt mit netten Worten die Profis der ersten Startgruppe auf die Strecke. Mit der zweiten Frauen-Startgruppe um 6.45 Uhr absolviert Laura Schwarz den Schwimm-Wettbewerb im Main-Donau-Kanal und übergibt nach etwa 55 bis 60 Minuten den „Staffelstab“ an Heiko Maas. Nach Abschluss seines sportlichen Einsatzes wird Heiko Maas beim Zieleinlauf noch die Sieger der Herren begrüßen, bevor ihn seine Dienstpflichten zurück nach Berlin rufen. Für den DATEV Challenge Roth bedeutet die Teilnahme von Bundesjustizminister Heiko Maas eine hohe Ehre und ein deutliches Zeichen der Wertschätzung.

Vernetzte Triathleten

Beim weltgrößten Langdistanz-Triathlon, der „Challenge Roth“ am 12. Juli, gehen 130 von rund 3.500 Triathleten „vernetzt“ an den Start: Eine Streichholzschachtel große Sendeeinheit am Startnummernband der Athleten überträgt deren aktuelle Position, die Platzierung im Wettkampf, Abstände zu anderen Sportlern und die Geschwindigkeit per GPS. Familienmitglieder, Freunde und andere Triathlon-Fans können den Wettkampf jederzeit live über ein Webportal mitverfolgen. Im Ernstfall können die Sportler über einen SOS- Knopf auf der Sendeeinheit einen Hilferuf per SMS an die nächstgelegene Rettungsstelle senden – der Standort wird dabei automatisch übermittelt.
Bislang fand die Ortung von Sportlern nur punktuell statt – mit Messmatten im Abstand von einigen Kilometern auf der Route der Athleten. Das neue System „LiveRank“ ermöglicht jetzt eine permanente Standortübermittlung per GPS. Die Telekom hat die Lösung zusammen mit dem Nürnberger Unternehmen SAS Technologies entwickelt.
Ähnlich wie die Technikeinheit beim vernetzen Fahrrad von Telekom und Canyon, ist das LiveRank-System unter anderem mit SIM-Karte, Bluetooth und GPS-Modul ausgestattet. Es sendet die Daten der Athleten über das Mobilfunknetz an eine Cloud-Plattform, auf die alle Sportinteressierten weltweit Zugriff haben – über Smartphones, Tablets oder direkt am Computer. Das Live-Rank-Portal ist am 12. Juli 2015 während des gesamten Wettkampfs freigeschaltet.
Ausführliche Informationen gibt es im Internet unter challenge-roth.com

Hätten Sie es gewusst?

• Dass nach Deutschland (3890) die meisten Anmeldungen für den Datev-Challenge 2015 aus dem Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland (230) sowie Frankreich (206) kommen?
• Dass der Rekordhalter bei den Männern Andreas Raelert aus Deutschland mit einer Zeit von 07:41:33 und bei den Frauen Chrissi Wellington aus Großbritannien (08:18:13) ist?
• Dass beide Rekordzeiten 2011 gelaufen worden sind?
• Dass Lothar Leder aus Deutschland 1996 als erster Athlet der Welt in Roth den Triathlon unter acht Stunden absolviert hat?
• Dass Thea Sybesma aus den Niederlanden analog bei den Frauen 1991 erstmals die Neun-Minuten-Marke unterschritten hatte?
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