Schwabach unterstützt bayernweites Präventionsprogramm "Mit mir nicht!" für starke Kinder

Bereits im Kindergarten stark wie Superman: Selbstbewusste Kinder haben im späteren Leben weniger psychische Probleme. (Foto: Robert Knetschke/Fotolia.de)

SCHWABACH (pm/vs) - Die Goldschlägerstadt macht mit beim Programm „Mit mir nicht!“, mit dem Kinder ein selbstbewusstes Verhalten lernen sollen.

Selbstbewusste Kinder sind im Alltag stark und auch Gefahren besser gewachsen. Die Betriebskrankenkassen in Bayern unterstützen deshalb mit dem bayernweiten Programm „Mit mir nicht!“ die psychi- sche Stärkung im Kindergarten. Dieser Tage sind die Kindergartenleiterinnen in Schwabach mit einer umfangreichen Materialienbox ausgestattet worden. Bayernweit profitieren alle 6.600 Kindergärten und –tagesstätten von diesem bislang einmaligen Präventionsprojekt, das die bayerischen Betriebskrankenkassen und das Gesundheitsministerium finanziell und ideell fördern.
Schon im Alter von drei bis sechs Jahren kann der Keim für Depressionen, Angst- oder Zwangsstörungen, Aufmerksamkeitsdefizite oder Essstö- rungen entstehen. Deshalb setzt das Projekt auf die pädagogische Arbeit mit dieser Altersgruppe. „Wir wollen mit diesem Präventionsprojekt dazu beitragen, dass schon kleine Kinder Lebenskompetenz und Selbstvertrauen entwickeln. Entsprechende Angebote im Kindergarten sind vielversprechend. Denn psychische Erkrankungen lassen sich nach Expertenmeinungen bereits im Kindergartenalter vorbeugen. Für uns Betriebskrankenkassen sind die Versichertengelder in „Mit mir nicht!“ deshalb gut investiert“, erklärte Sigrid König, Vorständin des BKK Landesverbandes Bayern.
Eine wesentliche Stärke des Projekts „Mit mir nicht!“: Die Erzieherinnen können anhand der Materialien den Kindern ohne Drittunterstützung Lebenskompetenz und Selbstbewusstsein vermitteln. Jede Materialienbox bietet rund siebzig Spielanleitungen und wird mit einem Handbuch sowie einem internetbasierten Tutorenprogramm (www.mit-mir-nicht.at/e-tutor) unterstützt. Die Materialien können jederzeit mit Spieldauern von fünf bis dreißig Minuten in den Kindergartenalltag integriert werden, was den spontanen und kontinuierlichen Einsatz fördert.
Ernährungs- oder Bewegungsthemen sind in vielen Kindergärten angekommen, die psychische Stärkung führt oft noch ein Schattendasein. Dabei ist der Kindergarten für die primärpräventive Arbeit bestens geeignet: Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes waren 2010 rund 90 Prozent der 3- bis unter 6-Jährigen in Bayern in einer Kindertagesbetreuung.
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