Christine Reitelshöfer berichtet vom Leben kenianischer Frauen in deren Heimat

Die Vorstandschaft der Frauen-Union mit Vorsitzender Cornelia Griesbeck und Andreas Schalk, MdL in der Mitte.
 
Referentin Christine Reitelshöfer, Bezirksrätin Dr. Ute Salzner, Ehrenvorsitzende Lilli Schmitt-Fichtner und FU Vorsitzende Cornelia Griesbeck.
Zu einer Vorstandssitzung lud die Bezirksvorsitzende der Frauen-Union Cornelia Griesbeck nach Ansbach in die CSU Geschäftsstelle ein. Besonders freute sich die Wendelsteinerin, die Ehrenvorsitzende Lilli Schmitt-Fichtner begrüßen zu können. Das Grußwort sprach der Hausherr und JU Bezirksvorsitzende Andreas Schalk MdL, der vor kurzem in den Bayerischen Landtag nachrückte. Bei seinen Erläuterungen ging der Landtagsabgeordnete auch auf das Attentat in der Ansbacher Innenstadt ein. In einem regen Meinungsaustausch wurde diskutiert, wie ein solcher terroristischer Akt in Zukunft verhindert werden kann.

Weitere Tagungspunkte waren die anstehende Landesversammlung am 15. Oktober in Augsburg mit Bundesentwicklungsminister Gerd Müller. Besonders aufmerksam machte die FU-Vorsitzende Griesbeck auf einen Termin am 14. November 2016. Als Hauptrednerin wird die Landesvorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz Julia Klöckner erwartet. Die junge, stellvertretende CDU Bundesvorsitzende ist als politisches Schwergewicht ein Höhepunkt bei der Jahreshauptversammlung der Frauen-Union in der Reichswaldhalle in Feucht. Zu der Versammlung sind Gäste herzlich willkommen.

Christine Reitelshöfer, Bezirksrätin und Bezirksbäuerin berichtete in einer Präsentation vom Leben Kenianischer Frauen in deren Heimat. Eindrucksvoll referierte die engagierte Politikerin über die Landwirtschaft und die wirtschaftliche Lage in dem afrikanischen Land – und packte damit die Flüchtlingskrise an der Wurzel an. Der Reisebericht beginnt in Nairobi mit einer Delegation von 5 ausgewählten Land- Frauen und zeigt in vielen Fotos die Infrastruktur des Landes. Bei einer Einwohnerzahl von 45 546 000 (2014) sei Kenia ein Hauptaufnahmeland für Flüchtlinge in der Region. Mehr als 500 000 Menschen lebten in UNO-Lagern. Erschreckend sei, dass sich die Bevölkerung trotz der großen Armut und dem kargen Leben bis zum Jahr 2050 voraussichtlich verdoppeln wird. Dabei seien rund ein Fünftel der Bewohner unterernährt. Die Hälfte der Menschen lebe von der Landwirtschaft. Von dem Land seien jedoch nur ca. 20 % für den Anbau nutzbar. Auffallend sei, dass die Kenianerinnen westliche Kleidung tragen, die es günstig zu kaufen gibt. Westkenia selbst habe jedoch keine Bekleidungsindustrie, referiert die Landfrau weiter. Der Anbauschwerpunkt sei auf Kaffee, Tee, Ananas, Zuckerrohr, Bananen und Süßkartoffeln angelegt. Die Afrikanerinnen entwickelten innovative Geschäftsideen, um die Familie ernähren zu können. Seit einer revolutionären Gesetzesänderung von 2010 dürfen Frauen auch selbst Land besitzen. Heimische Kühe gäben leider nur 5 Liter Milch am Tag. Um wirtschaftlich arbeiten und mehr Menschen ernähren zu können, müsse der Ertrag erhöht werden. Ein großes Problem stelle für die Frauen das Wasser dar. In den Dörfern gäbe es oft keine Brunnen und das Wasser müsse oft von weit ins Dorf getragen werden. Viele Frauenorganisationen bedauerten, dass häusliche Gewalt vorhanden und leider ein Tabuthema ist. Als Fazit erläutert die Bezirksrätin „Es ist sinnvoll vor Ort die Menschen zu unterstützen und Hilfe zu geben. Nur dann können die Menschen in ihrer Heimat leben und überleben!“

Cornelia Griesbeck bedankte sich bei Christine Reitelshöfer für den gelungenen Vortrag, der einen besonderen Einblick in das afrikanische Land gab.

Bericht und Fotos Babette Gillmeier
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