Fürther Behindertenrat will barrierefreien Ausbau des Hauptbahnhofes

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Behindertenrates sammelten fleißig Unterschriften und machten an Infoständen immer wieder Passanten auf die prekäre Situation am Hauptbahnhof aufmerksam. Eine Abschlussaktion findet am am Samstag (ab 11 Uhr) im Möbelhaus Höffner statt.

FÜRTH - Der Fürther Hauptbahnhof soll barrierefrei werden, dafür kämpfen seit vielen Monaten die ehrenamtlichen Mitglieder des Behindertenrates. Mehr als 9.500 Unterschriften für eine Petition an den Bayerischen Landtag wurden gesammelt. Bis zum 31. Januar kann man sich noch in die Listen eintragen.

Von einem „Armutszeugnis für den Freistaat“ sprach Oberbürgermeister Thomas Jung. Es könne doch nicht sein, dass an einem Bahnhof wie Fürth, Menschen mit Gehbehinderung, Rollstuhlfahrer, aber auch Mütter mit Kinderwagen nur äußerst mühevoll, nur mit fremder Hilfe oder gar nicht zu den Bahnsteigen kommen. Lediglich zum Bahnsteig der S-Bahngzüge gibt es einen Aufzug, ansonsten kommt man nur über Treppen zu den Zügen. Auch eine Behindertentoilette sucht an vergebens.
Dieser Umstand ist nicht nur den beiden Initiatoren der Unterschriftensammlung und Vorstandsmitgliedern des Behindertenrates, Siegfried Reimann und Roland Sperber, seit langem ein Dorn im Auge. Unterstützung gibt es dabei auch von zahlreichen Gemeinden im Landkreis, sowie von den Fürther Apotheken. Ärzten und etlichen Einzelhändlern.
An zahlreichen Stellen in Stadt und Landkreis Fürth wie etwa den Rathäusern, Praxen, Geschäften, Gaststätten oder Apotheken liegen deshalb auch die Unterschriftenlisten aus. Reimann und Sperber hoffen, dass sich in den letzten Tagen noch etliche Bürgerinnen und Bürger eintragen. Im Internet unter www.behindertenrat-fuerth.de sind die einzenen Stellen nach Postleitzahlen aufgelistet.
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