Bürgerentscheid in Rednitzhembach: Klares Votum gegen neuen Veranstaltungssaal

Sonntagabend kurz nach 18 Uhr: Die Urnen werden geleert und die Auszählung kann beginnen. (Foto: Victor Schlampp)

REDNITZHEMBACH (vs) - Sieg für Egon Stadler, Doris Eberlein, Markus Bühler und die anderen Initiatorinnen und Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen die Erweiterung des Gemeindezentrums um einen Veranstaltungssaal: Von den vorläufig 2779 gültigen Stimmen sprachen sich nur rund 39 Prozent für das vom Bürgermeister und der Mehrheit des Gemeinderates befürwortete Projekt aus.

Merkwürdige Stimmung im Foyer des Gemeindezentrums nach der Bekanntgabe des Ergebnisses. Nur wenige Besucher waren am Sonntagabend gekommen, um dem Zeitpunkt der Entscheidung entgegen zu fiebern. Als das Ergebnis mit einem Beamer an die Wand geworfen wurde, wartete man ersteinmal vergebens auf Jubelrufe und den Applaus aus den Reihen der Veranstaltungssaal-Gegner. Erst rund 20 Minuten später beim Gruppenfoto für die Presse kam soetwas wie verhaltene Freude auf. Auf der anderen Seite zeigte sich Bürgermeister Jürgen Spahl enttäuscht über den Ausgang der Wahl. Er respektiere die Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger. Jetzt gelte es nach vorne zu schauen. Die Wiese werde in jedem Fall bebaut. Aktuell gebe es bereits Anfragen von einem Investor, der einen Wohnkomplex errichten wolle. Er hoffe, so Spahl, dass durch den Bürgerentscheid keine bleibenden Gräben aufgerissen worden seien. Man habe in den letzten Jahren soviel gemeinsam für Rednitzhembach erreicht und dies sollte auch in Zukunft so bleiben.

Zwar sind am Sonntagabend nur die vorläufigen Ergebnisse des Ratsbegehrens bekannt gegeben worden. Durch den großen Vorsprung der Veranstaltungssaal-Gegner wird sich aber auch durch das Ergebnis des Bürgerbegehrens gegen den Saal an der Entscheidung nichts mehr ändern. Auch die Stichfrage ist damit hinfällig.
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