49. Internationale Hofer Filmtage:

v.l. Hofs Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, Heinz Badewitz (Festivalchef), Katharina Marie Schubert und Regisseur Oliver Haffner (Foto: Stadt Hof)

HOF - Eine der vielseitigsten deutschen Schauspielerinnen ausgezeichnet –
Katharina Marie Schubert erhält Filmpreis der Stadt Hof. Die in Berlin lebende Schauspielerin Katharina Marie Schubert ist am Abend im Rahmen der 49. Internationalen Hofer Filmtage mit dem Filmpreis der Stadt Hof ausgezeichnet worden.

Im Festsaal der Hofer Freiheitshalle hielt Regisseur Oliver Haffner, in dessen Kinofilm „Ein Geschenk der Götter“ Schubert die Hauptrolle spielt, die offizielle Laudatio auf die Preisträgerin. Der undotierte Filmpreis der Stadt Hof gilt im Bereich des Deutschen Films als eine der begehrtesten Auszeichnungen. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnet die Hofer Filmtage, das Familienfest des deutschen Films, als wichtigstes deutsches Filmfestival nach Berlin und München.

Ihre Premiere bei den Hofer Filmtagen feierte Katharina Marie Schubert bereits 2009, damals als Filmemacherin: Ihr Kurzfilm „Wabosch Wilma“ wurde in Hof uraufgeführt, genau wie zwei Jahre später „Another fucking…“, für den sie 2014 den Blaue Blume Award erhielt. Für ihre Rolle in „Ein Geschenk der Götter“ wurde Katharina Marie Schubert in diesem Jahr mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet sowie als beste Hauptdarstellerin für den Deutschen Filmpreis nominiert.

Neben dem Engagement am Deutschen Theater Berlin ist Katharina Marie Schuberth immer wieder in namhaften Fernseh- und Kinoproduktionen zu sehen. 2012 spielte sie in „Schlussmacher“ unter der Regie von Matthias Schweighöfer, 2011 in „Rubbeldiekatz“ von Detlev Buck oder 2008 in „Buddenbrooks“. Auch in renommierten Fernsehproduktionen wie „Tatort“, „Polizeiruf 110“ oder „Der Tatortreiniger“ beweist Schubert immer wieder ihre Wandelbarkeit.

Regisseur Oliver Haffner würdigte die Preisträgerin in seiner Laudatio als „Erzählerin mit Haltung“, die ihr gesamtes kreatives Potential in den Dienst der Sache stelle. Dabei sei ihr facettenreiches Spiel so „unberechenbar wie eine Achterbahnfahrt und dennoch immer spielerisch leicht“.

Katharina Marie Schubert verband ihren Dank für die Auszeichnung mit einem Appell an die Verantwortlichen der Filmförderung: „Es ist nicht wichtig die Filme großer Stars zu unterstützen. Diese bekommen ihr Geld von der Bank und die Bank bekommt es auch wieder. Filmförderung muss für die da sein, die in zehn oder zwanzig Jahren das große Publikum begeistern könnten!“

Die Hofer Filmtage, bei denen in diesem Jahr das Genre der Dokumentation im Mittelpunkt steht, präsentieren sich internationaler denn je: Mit Beiträgen aus den USA, Frankreich, Irland, Japan, Neuseeland, der Schweiz, Österreich, Indien, Belgien, Kanada, Argentinien, Spanien, Türkei und sogar aus dem Jemen sind die gezeigten Filme thematisch aktuell und am Puls der Zeit. Die 49. Internationalen Hofer Filmtage laufen noch bis zum 25. Oktober.

Hintergrund:
Der Filmpreis der Stadt Hof wurde im Jahr 1986 zum ersten Mal vergeben, damals an Doris Dörrie. Seitdem finden sich viele bekannte Namen des deutschen Films unter seinen Preisträgern: Wim Wenders, Werner Herzog, Detlef Buck, Sönke Wortmann, Tom Tykwer, Dominik Graf oder Oscarpreisträgerin Caroline Link – um nur einige zu nennen. Der Preis selbst besteht aus einem Objekt der Porzellanfachschule in Selb und richtet sich an Personen, die mit Hof und dem Festival eng verbunden sind.

Bisherige Preisträger waren (nach Auszeichnungsjahr):

1986 Doris Dörrie
1987 Hans Noever
1988 Laurens Straub
1989 Josef Rödl
1990 Herbert Achternbusch
1991 Uwe Brandner
1992 Wim Wenders
1993 Werner Herzog
1994 Christian Rischert
1995 Detlev Buck
1996 Werner Schroeter
1997 Sönke Wortmann
1998 Tom Tykwer
1999 Andreas Kleinert
2000 Joachim Król
2001 Hans-Christian Schmid
2002 Redaktion „kino kino“, BR
2003 Dominik Graf
2004 Laura Tonke
2005 Christoph Schlingensief
2006 Dr. Alexander Kluge
2007 Peter Lohmeyer
2008 Rosa von Praunheim
2009 Christian Petzold
2010 Caroline Link
2011 Peter Kern
2012 Jessica Schwarz
2013 Barbara Albert
2014 Chris Kraus
2015 Katharina Marie Schubert

Quelle: Stadt Hof Medienstelle
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