Heiligenstadts Schulkinder auf der Suche nach dem Meteorit!

Die Wiese wurde genauestens untersucht, vom Meteorit keine Spur.
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  • Die Wiese wurde genauestens untersucht, vom Meteorit keine Spur.
  • Foto: Nicole Fuchsbauer
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REGION (nf) - Am 30. Juni 2018 ist ein Meteorit über Oberfranken eingeschlagen. Gut möglich, dass einige außerirdische Gesteinsbrocken rund um Heiligenstadt (Volkmannsreuth, Veilbronn) zu finden sind. An der spannenden Suche im sprichwörtlichen Heuhaufen beteiligen sich jetzt auch Heiligenstadts Schulkinder. Heute morgen suchte die 4. Klasse der Grundschule Heiligenstadt mit dem ehemaligen Lehrer Harro Preiß nach den Mini-Meteoriten im Leinleitertal und um Heiligenstadt, am Nachmittag begab sich das Kinderheim ,,Seigelstein" mit ihrem ,,Chef" Peter Kiesskalt und Erzieherin Nadja Lochner auf Spurensuche. 

Und so drehten die Kinder fleißig quasi jeden Grashalm auf der Wiese beim Heiligenstadter See um. Plötzlich Aufregung im Suchtrupp: ,,Wir haben 'was Verdächtiges gefunden!" In einer Kuhle wollen sie verkohlte Heu- oder Strohreste gefunden haben. Stolz wird das Indiz präsentiert, die Stelle gezeigt. Ein kurzer Blick von Peter Kiesskalt macht die Hoffnungen zunichte: ,,Es könnte aber auch einfach Mist sein, der auf die Wiese ausgebracht wurde..." Trotzdem: das Suchen hat Spaß gemacht und in der Zeitung und im Fernsehen ist man ja auch nicht alle Tage – nur der Meteorit hält sich weiter versteckt. Apropos: begleitet wurden die Kinder vom MarktSpiegel und von Moritz Pompl und Karl Spannenberger aus der Quer Redaktion des BR. Der Beitrag wird morgen um 20.15 Uhr gesendet, oder man kann ihn in der Mediathek anschauen.

Was war da eigentlich los?

Am 29./30. Juni 2018 wurde eine knapp sechs Sekunden lange helle Feuerkugel von professionellen Digitalkameras fotografiert, und zwar genau um 3:34:21 Uhr (Mitteleuropäische Sommerzeit). Geschätzt hat das in der Gegend um Heiligenstadt eingeschlagene Meteoritenstück ein Gewicht von circa 50 Gramm, etwa so groß wie ein Tischtennisball. Etliche Augenzeugen und vor allem Spezialkameras des Europäischen Feuerkugelnetzes (in Tschechien werden solche Kameras von der Akademie der Wissenschaften und in Deutschland vom Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt/DLR betrieben) sichteten die Feuerkugel. 

Meteoriten-Check:

• 16 Kilogramm schwerer Meteorit dringt mit 67.000 km/h in die Erdatmosphäre ein.
• Seine Spur beginnt in 85 Kilometer Höhe, sie verlosch in einer Höhe von 32 Kilometer.
• Auf seiner Leuchtbahn verlor der Meteorit den größten Teil seiner Masse.
• Aufschlag im Markt Heiligenstadt mit etwa 150 km/h.
• Meteoriten erkennt man an der hohen Dichte, sie sind schwerer als irdische Steine, mattschwarz mit Kruste, innen ist der Meteorit eher hellgrau.

Wer ein Teil findet, kann es kostenlos untersuchen lassen. Kontakt: Dieter Heinlein (Technischer Leiter des DLR-Feuerkugelnetzes), Lilienstraße 3, 86 156 Augsburg. Bitte nur mit Handschuhen oder Plastikfolie anfassen, nicht mit starken Magneten in Berührung bringen. Am besten liegen lassen und ein Foto machen.

https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-8909/

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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