Umweltfreundliche Wärme für Schwanstetten

Robert Pfann (5.v.l.) freut sich über die Entwicklung der Hackschnitzelanlage. (Foto: oh)

SCHWANSTETTEN - Seit einigen Tagen lodert das Feuer im Hackschnitzelkessel mit beachtlichen 300 KW Nennwärmeleistung.

Die im Heizraum der Grundschule eingebaute Energiezentrale mit Erdgaskessel für die Spitzenlast versorgt bisher die Grundschule, die Gemeindehalle sowie die Bürger Stub’n mit umweltfreundlicher Wärme. Nach und nach werden noch das Rathaus, die Turnhalle und eventuell auch noch das Katholische Kinderhaus im Ortszentrum an das Nahwärmenetz angeschlossen.
Im Hinblick auf die Nachbarschaft von Grundschule und der Kindertagesstätte wurde im Vorgriff auf die zum 1. Januar 2015 in Kraft tretende Verordnung über die dann zulässige Feinstaubbelastung ein entsprechend hochwertiger Filter eingebaut.
Nach Abzug der staatlichen Förderung wird der Markt Schwanstetten für die Energiezentrale und die in den anschließenden gemeindlichen Gebäuden ohnehin fällige Erneuerung der Heiztechnik voraussichtlich 827.000 Euro investieren. Um sich finanzielle Spielräume für anderweitige Aufgaben der Gemeinde zu erhalten, wurde ein zinsgünsti-ges KfW-Darlehen von 450.000 Euro aufgenommen, worauf die Gemeinde auch noch einen Tilgungszuschuss von 49.000 Euro erhält.
„Nach sieben Jahren des Prüfens und Beratens im Marktgemeinderat steht in Sachen umwelt- und ressourcenschonende Energieversorgung ein wichtiges Projekt im Sinne der Energiewende kurz vor dem Abschluss“, zeigte sich Bürgermeister Robert Pfann sehr zufrieden. Durch den Betrieb der Anlage können jährlich rd. 123.000 Liter Heizöl und damit etwa 262 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Schwanstetten leistet damit als Mitglied im Energiebündel Roth-Schwabach in Sachen erneuerbarer Energie einen nachhaltigen Beitrag zur Energiewende.

Zusammen mit den Waldbesitzern

Waldbesitzer aus der Gemeinde und der näheren Umgebung haben die Hackschnitzel-Liefergemeinschaft Schwanstetten gegründet. Diese ist im Rahmen einer be-schränkten Ausschreibung günstigst Bietende geblieben. „Besser geht’s nicht“, freute sich das Gemeindeoberhaupt und verweist auf den Mehrwert, der durch den geringeren Energieverbrauch aufgrund der kurzen Anlieferwege der Hackschnitzel und den Verbleib der Erlöse für den nachwachsenden Rohstoff in der Region entsteht.
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