Neue Elan-Malerwerkstatt bildet Fürther Jugendliche aus

Auszubildende Jennifer Fischer steht kurz vor der Gesellenprüfung. Angst und Bange braucht ihr nicht zu werden, wurde sie doch erst kürzlich im Rahmen einer Azubi-Förderaktion als eine der 100 Besten im deutschen Maler- und Lackiererhandwerk ausgezeichnet. Foto: Ebersberger

FÜRTH - (web) „Kein Jugendlicher darf verloren gehen.“ Bürgermeister Markus Braun weiß um die nicht immer rosige Situation junger Menschen im Übergang von Schule und Beruf. Die städtische Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Elan hat nun hierfür mit einer neuen Malerwerkstatt eine Brücke geschaffen.

Im Fachjargon zählen sie zur „roten Zielgruppe“: Jugendliche und junge Erwachsene, denen der Übergang von der Schule ins Berufsleben nicht ohne Hilfe und Unterstützung gelingt, die keinen Schulabschluss haben oder keine Lehrstelle auf dem regulären Arbeitsmarkt. Diese Hilfe kommt nun von Elan in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter und der Bundesagentur für Arbeit.
Dabei kombiniert die Fürther Modellmaßnahme eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme mit einer geförderten Berufsausbildung. Konkret heißt das: In der neuen Malerwerkstatt in der Maxstraße werden junge Erwachsene im Malerhandwerk ausgebildet und gefördert. Neben zwei Ausbildern kümmern sich auch eine Lehrkraft und zwei Sozialpädagogen.
Nicht nur die fachliche Ausbildung steht hierbei im Vordergrund, erklärt Elan-Geschäftsführer Uwe Bühling. Oftmals müsse man „kleine Schritte“ gehen, um die Jugendlichen fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Hierzu gehört eben auch eine intensive Betreuung und Lernförderung. Am Ende sollte natürlich jeder seinen Berufsabschluss in der Tasche haben, denn der „Markt braucht Fachkräfte“, versichert Günter Meth (Jobcenter) und macht gleichzeitig Mut.
In der Vergangenheit jedenfalls haben alle, die zur Abschlussprüfung angetreten sind auch bestanden. Bühling verschweigt aber auch nicht, dass vorher knapp ein Viertel abgebrochen hatte. Dennoch sieht er die Maßnahme auf einem erfolgreichen Weg.
Für die Teilnehmer der momentanen Maßnahme scheint dies kein Thema zu sein. Sie alle sind mit Begeisterung bei der Sache und peilen mit viel Elan einen Abschluss an. Nur dann, wissen alle Beteiligten, winkt eine wirtschaftlich abgesicherte Zukunft.
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