Eine Million Euro fürs Laufer Wenzelschloss

Das Laufer Wenzelschloss ist eines der am besten erhaltenen Bauwerke des ausgehenden Mittelalters. (Foto: ©Otto Durst/Fotolia.com)
Teil der Landesausstellung Kaiser Karl IV.

NÜRNBERG (pm/nf) - „Bayern ermöglicht die Teilnahme des Laufer Wenzelschlosses an der bayerisch-tschechischen Landesausstellung Kaiser Karl IV. In die Umbaumaßnahmen investiert der Freistaat rund 1 Million Euro.


Damit können die Veranstalter vor allem die Räumlichkeiten des ersten Obergeschosses, wie den historischen Wappensaal für das Begleitprogramm nutzen“, kündigte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder beim Neujahrsempfang der Stadt Lauf am Freitag an. „Wir wollen unser reichhaltiges kulturelles Erbe erhalten und mit Leben erfüllen“, betonte Söder. Auf Wunsch der Stadt werden dabei unter anderem auch zwei Räume im Erdgeschoss für die Errichtung eines Info-Points für die Begleitausstellung ertüchtigt. Teile des Wenzelschlosses in Lauf a.d.Pegnitz sollen im Rahmen der Landesausstellung wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Das Wenzelschloss ließ Kaiser Karl IV. im 14. Jahrhundert als Zwischenstation der Goldenen Straße zwischen Nürnberg und Prag errichten. Das Schloss ist eines der am besten erhaltenen Bauwerke des ausgehenden Mittelalters. Besonders imposant und einmalig auf der Welt ist der um 1360 entstandene „Wappensaal“ im Ostflügel mit über 120 gut erhaltenen Farbreliefs von Wappen bedeutender Grafschaften, Territorien, Bistümer und Städte. Die noch nicht ganz fertiggestellte Burg fiel bereits 1373 an die Wittelsbacher. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts gelangte sie in den Besitz der Nürnberger Herrscher.
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