Bambergerin holt Gold im Schwertkampf

Bamberg: Aikikai | Barbara Müller errang bei der bayerischen Iaidō-Meisterschaft den 1. Platz in der höchsten Leistungsstufe. Ihre Vereinskollegin Ruth Beck wurde Dritte. Die besten Iaidō-Kämpfer (Iaidōka) aus ganz Bayern trafen sich am letzten Sonntag in Würzburg um die Meister in den jeweiligen Leistungs-stufen zu ermitteln. Gekämpft wurde in den vier Kategorien: Schüler, 1., 2. und 3. Dan. Beim Iaidō wird nicht zwischen Alter, Gewicht und Geschlecht getrennt, sondern es wird nur nach einem abgeprüften Niveau unter-schieden. Jeweils zwei Wettkämpfer zeigten auf zwei nebeneinander angeordneten Flächen 5 Kata (festgelegte Bewegungsabläufe). Drei hochrangige Wettkampfrichter entschieden darüber, wer die beste Vorführung geboten hat und somit in die nächste Runde kommt. Die beiden Damen vom Aikikai Bamberg verwiesen ihre männlichen Mitstreiter auf die Plätze. Barbara Müller traf im Halbfinale auf Oliver Walter aus Würzburg, der als Mitglied des Deutschlandkaders bereits auf europäischer Ebene gekämpft hat und besiegte ihn mit 2 zu 1. Den Finalkampf gegen den Würzburger Matthias Herty gewann sie mit 3 zu 0.
Die japanische Kampfkunst Iaidō wird mit einem Samurai-Schwert ausgeübt. Jahrhundertalte Fertigkeiten wurden von traditionsbewussten Japanern bis in die heutige Zeit überliefert und verbreitete sich vor etwa 40 Jahren in alle Welt. Aus dem Schwertkampf der Samurai entstand im Laufe der Zeit Kendō und Iaidō. Während Kendō mehr die sportliche Variante darstellt, bei der Kämpfer in leichter Rüstung mit Bambusschwertern versuchen, sich gegenseitig Treffer zuzufügen, wird beim Iaidō eine dem Samurai-Schwert in Form, Gewicht und Balance entsprechende Metallklinge verwendet. Das Ziel ist nicht einen anderen Menschen zu verletzten, sondern letztendlich die eigenen Unzulänglich-keiten zu „zerschneiden“. Darum bemühen sich die Iaidōka beim regel-mäßigen Üben von festgelegten Bewegungsformen, die unterschied-lichen Kampfsituationen gegen einen oder mehrere imaginäre Gegner entsprechen. Dabei wird ab einem bestimmten Leistungsniveau neben der korrekten Technik viel Wert auf die mentale Haltung gelegt. Barbara Müller hat dieses Niveau mittlerweile erreicht. Sie trainiert seit fast 10 Jahren im Aikikai Bamberg und hat 2013 die Prüfung 3. Dan bestanden. Ruth Beck erhielt diesen Rang ein Jahr später. Wer sich für diese elitäre Kampfkunst interessiert, kann weitere Informationen unter der E-Mail-Adresse miura@t-online.de erhalten.
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Annette Maul aus Nürnberg | 25.11.2015 | 12:51   Melden
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