Julia Klöckner begeisterte in Mittelfranken

v. l. Kreisvorsitzende Petra Oberhäuser, Volker Bauer MdL, Marlene Mortler MdB, Gastrednerin Julia Klöckner, CSU-Ortsvorsitzender Alexander Hommel, Bürgermeister Konrad Rupprecht, Bezirksvorsitzende Cornelia Griesbeck, Bezirksrätin Christine Reitelshöfer
 
Julia Klöckner begeisterte mit ihrer Rede das Publikum
---- Zur Bezirksdelegiertenversammlung der Frauenunion Mittelfranken, zu der auch Gäste herzlich willkommen waren, hatte die Vorsitzende Cornelia Griesbeck eine Spitzenpolitikerin eingeladen: die stellvertretende CDU Bundesvorsitzende Julia Klöckner. Die Reichswaldhalle in Feucht war deshalb bis auf die letzten Plätze gefüllt. Als weitere politische Promis und Grußredner waren der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann, die Bundesdrogenbeauftragte und Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler, der Landtagsabgeordnete Volker Bauer, der Hausherr und Bürgermeister von Feucht Konrad Rupprecht, die CSU Kreisvorsitzende Petra Oberhäuser, ebenso wie der Bezirkstagspräsident Richard Bartsch gekommen.
Nach einer kurzen Begrüßung der Wendelsteiner Vorsitzenden und Kreis - und Gemeinderätin Griesbeck übernahm Marlene Mortler das Wort und erzählte sogleich von Julia Klöckner und der harmonischer Zusammenarbeit mit ihr im Deutschen Bundestag. Beide Politikerinnen sind geprägt durch die Liebe zu ihrer Heimat und auch die Landwirtschaft. Denn während Mortler aus einem landwirtschaftlichen Betrieb kommt, kann Klöckner auf eine schöne Kindheit in einem Weingut zurückblicken. Über die rheinland-pfälzische CDU Landes- und Fraktionsvorsitzende Klöckner sagte sie: „Sie hat Politikwissenschaft und Theologie studiert, und ist dabei tief verwurzelt im Glauben. Eine ausgesprochene Powerfrau mit Begeisterung an der Politik und vor allem ein Vorbild für viele jüngere Frauen!" Auch verbinde Marlene Mortler mit Julia Klöckner die wichtige Überzeugung: "Familien sind nicht als von gestern zu betrachten, sondern von morgen!" Weiter berichtete sie von einem "Eine-Welt-Laden", den sie und Klöckner vor dem Termin in Feucht gemeinsam besucht hatten. Dort werden nur fair hergestellte Produkte verkauft. "Hier gibt es zu 100 % Qualität", war Mortler überzeugt. Solche Läden seien sehr wichtig, da der Kunde durch sein Kaufverhalten die Umwelt enorm beeinflussen könne.
Nun kam die mit Spannung erwartete Hauptrednerin ans Mikrofon. Mit Schwung und Stolz berichtete die Politikerin: "Bei uns ist jeder 3. Listenplatz mit einer Frau besetzt! Manche der Männer sehen das als Höchstforderung, wir Frauen sehen das hingegen als Mindestmaß". Schon bei den ersten Sätzen überzeugte Klöckner mit ihrer unglaublichen Eloquenz und hatte in kurzer Zeit das Publikum in ihren Bann gezogen. Bei der Bezirksvorsitzenden bedankte sie sich für die Einladung launig mit den Worten: "Geberland empfängt Nehmerland!", was bei den Gästen für Lacher sorgte. Der Titel ihrer Rede "Ideen statt Ideologien, um den Menschen Sicherheit und Verlässlichkeit zu geben!" war ihr eine Herzensangelegenheit. "Ideen beleben unsere Fantasie, Ideologien bevormunden uns", ist die Rednerin überzeugt. So hält die Rheinland-Pfälzerin etwa nichts von gesetzlichen Essensvorschriften, wie andere Parteien sie vorschlagen. Dass das Thema Ernährung ihr aber trotzdem sehr wichtig ist, zeigte sie, indem sie von ihrer gelegentlichen ehrenamtlichen Arbeit in der Tafel berichtete. Auch stellte sie fest, dass in Deutschland im europäischen Vergleich am wenigsten Geld für Nahrungsmittel ausgegeben wird. Dabei sei Deutschland doch Weltmeister im Küchenkauf. "Wird dort noch gekocht?" stelle sich hier die Frage.
Das Flüchtlingsthema fand in der lebhaften Rede ebenso Beachtung wie die Verrohung unserer Sitten. Mit Blick in die USA sagte sie: "Man kann sich nur wünschen, dass sich manche Ankündigung nach der Präsidentenwahl selbst entzaubert!" Für die bevorstehenden Wahlen in Deutschland ist Klöckner überzeugt: "Den Bürger interessiert vor allem, dass er nach der Wahl nicht weniger als vorher hat!" Politiker hätten deshalb vor allem die Pflicht, den Menschen die Angst vor Veränderungen zu nehmen, indem man diese so gestaltet, dass sie ihren Schrecken verlieren. Es sei irritierend wenn Leute keine Zeitung mehr lesen, weil zu wenig Wahrheit darin stünde, bei Facebook jedoch überzeugt seien, hier die Wahrheit zu finden. "Seien sie gut zu ihren Politkern, sie bekommen keine Besseren", wusste sie ihr Publikum zu erheitern. Zur bayerischen Innenpolitik informierte die Gastrednerin: "In Bayern werden von 5 Ausreisepflichtigen 4 in ihre Heimat geschickt, in Bremen ist es nur einer von 35, das unterhöhlt unser Asylrecht!" Klöckner mahnte außerdem einen besseren Schutz der EU-Außengrenzen an.
Zum Thema Burka gab die CDU-Frau ein ganz klares Statement: "Wenn Männer den Anblick einer Frau in der Öffentlichkeit nicht ertragen oder anstößig finden, dem empfehle ich eine Augenbinde". In Sachen Kinder-Ehe sprach sie sich für ein klares Verbot ohne Ausnahmen aus. „Wenn in Schulen beim Elternsprechtag manche Väter nicht mit der Lehrerin ihrer Kinder sprechen wollen, dürfen wir das nicht tolerieren.“ Allen Gästen gibt die Politikerin noch mit auf den Weg: "Es ist kein Staat ohne Frauen zu machen und auch nicht ohne die Union!"
Im Anschluss ihrer fulminanten Rede konnten die Anwesenden noch Fragen an die charmante Politikerin stellen. Mit tosendem Applaus wurde die bodenständige Politikerin verabschiedet. Als Dankgeschenk überreichte ihr Cornelia Griesbeck eine Schmuckschachtel mit Elisenlebkuchen. Klöckner daraufhin: „Ich mag die Franken!“
Innenminister Joachim Herrmann war in seinem Grußwort überzeugt: "Wir brauchen eine starke Frauen-Union. Wir brauchen mehr Frauen in der Politik." Die Themen des CSU-Bezirksvorsitzenden waren vor allem Sicherheit, Datenschutz und das Burkaverbot. Hier war dem Minister vor allem wichtig, die Gleichberechtigung der Frau müsse Vorrang haben. Stolz sei Herrmann darauf, dass die Arbeitslosigkeit von Frauen in Bayern die niedrigste aller Bundesländer und Bayern das sicherste Bundesland ist. Erfreut berichtet der Innenminister, dass in der nächsten Woche die Strafen bei Wohnungseinbrüchen erhöht werden.

Foto und Text Babette Gillmeier
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