Diakonie Neuendettelsau baut in Erlangen ein neues Wohnheim für Menschen mit Behinderung

Unter dem Zeltdach griffen zum Spaten (v.l.) Dekan Peter Huschke, OB Dr. Florian Janik, die Landtagsabgeordnete Alexandra Hiersemann, Bewohner Johann Luthermoser, Innenminister Joachim Herrmann, die Bundestagsabgeordnete Martina Stamm-Fibich und Rektor Dr. Mathias Hartmann, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Neuendettelsau, zum Spaten. (Foto: © Diakonie Neuendettelsau)

ERLANGEN (pm/vs) - Mit dem ersten Spatenstich für das inklusive Wohnheim für Menschen mit Behinderung und Studierende in der Rathenaustraße in Erlangen hat die Diakonie Neuendettelsau dieser Tage ein zukunftsorientiertes Ausrufezeichen für eine inklusive und solidarische Gesellschaft gesetzt.

Zuvor waren viele Lösungen am Standort geprüft worden, unter anderem eine Sanierung des bestehenden Gebäudes, die sich aber als unwirtschaftlich erwies. Dabei waren die Bewohner, ihre Angehörigen, Betreuer und die Mitarbeitenden zum Beispiel durch Workshops immer eingebunden. Dank der konstruktiven Zusammenarbeit aller Beteiligter entsteht nun bis 2021 ein großzügiges Gebäude, das die Voraussetzungen schafft für Begegnungen zwischen Menschen. Dabei gilt das Prinzip „Alles kann – nichts muss“, wie der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Neuendettelsau, Rektor Dr. Mathias Hartmann unterstrich. In dem Wohnheim, in das 14,7 Millionen Euro investiert werden, werden 24 Menschen mit Behinderung und 77 Studenten leben. Das Wohnheim für Menschen mit Behinderung ist in sechs Wohnungen für jeweils vier Bewohner gegliedert. In diesen Wohnungen, die individuell gestaltet werden können, gibt es Einzelzimmer und eine Küche, so dass sich eine auf Dauer angelegte Wohngemeinschaft entfalten kann. Darüber hinaus gibt es einen Gemeinschaftsraum und ein geschütztes Außengelände.
Geräumige Studentenapartments oder Wohnungen und Zonen der Begegnung, ein Saal für Feste und Veranstaltungen mit Anschluss an das Außengelände bieten Raum für Studium und studentisches Leben. Die Lage im Herzen Erlangens und die sehr gute öffentliche Verkehrsanbindung erlauben es den Studierenden, mit einem Fahrrad zurechtzukommen. Notfalls steht im Gebäude aber auch eine Tiefgarage mit ausreichend Stellplätzen zur Verfügung.
Ziel ist es, das Gebäude so zu organisieren, dass auch bei Verwaltungsangelegenheiten Schnittstellen entstehen, die Kontakte und Begegnungen mit sich bringen. „Mit Impulsen und Projekten, die sowohl von studentischer Seite als auch von Mitarbeitenden und Bewohnern des Wohnheims ausgehen können, wollen wir Gemeinschaft anregen, Verständnis füreinander wecken und – wenn uns das gelingt – Beziehungen gründen, die weiter reichen als die Dauer eines Studiums“, sagte Hartmann.
Zum Spatenstich konnte Abteilungsdirektor Jürgen Zenker auch den bayerischen Innenminister Joachim Herrmannbegrüßen: „Das wesentliche Merkmal von Inklusion liegt darin, dass sie gerade dort geschehen soll, wo sich alle Menschen, ob mit oder ohne Behinderung, unmittelbar und vorbehaltlos begegnen“, so Herrmann in seiner Ansprache.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.