Mit Helm und Kamera auf Bierkeller-Tour

Gästeführer auf Informations-Tour in der Unterwelt: Josef Siebenhaar, Eberhard Heiser, Ulli Baier, Marlene Hahn, Klaus Fößel und Günter Hörner (v.l.n.r.). Foto: Stadt Forchheim

FORCHHEIM (pm/rr) - Über die sanierten Bierkeller im Kellerwald informierte vor wenigen Tagen Gerhard Zedler, Leiter des Stadtbauamtes, Forchheims Gästeführer.


Die Renovierungsarbeiten an drei Kellern – Bauern-, Rappen- und Weiss-Tauben-Keller – sind abgeschlossen; die beiden letztgenannten stehen ab sofort für Bierkellerführungen zur Verfügung. Der in seiner Form komplexe Bauernkeller benötigte zwölf Schrägstützenpaare und acht Schwerlaststützen aus Aluminium; im Rappenkeller, einem einzigen Kellergang mit rund 80 Metern Länge, wurden 17 Schrägstützenpaare und zwei Vertikalstützen aufgestellt.

Der Weiss-Tauben-Keller, der zu den Oberen Kellern zählt, war der am schwierigsten zu renovierende seiner Art, weil die Felswand zur Oberfläche dünn ist und es bereits zu Felsstürzen kam. Hier wurden bergbautechnisch zwei Mauerwerkspfeiler eingebaut und ein Gewölbe als Sichtmauerwerk erstellt.

Nico Cieslar, neuer Mitarbeiter der Tourist-Information, fand den Weiss-Tauben-Keller spektakulär: „An einer abgesicherten Einsturzstelle kann man sehen, wie von oben Gesteinsbrocken heruntergefallen sind.“ Zedler erklärte, dass diese Stelle nur abgesperrt, aber nicht saniert sei, um zu demonstrieren, dass alle Keller regelmäßig überprüft werden müssen. „Der Weiss-Tauben-Keller ist neu zur Besichtigung freigegeben und eine große Bereicherung für uns“, so Irene Mattle, Leiterin der Tourist-Information. „Die Gästeführer verfügen jetzt über eine große Auswahl an Bierkellern zur Besichtigung und können die Lagerung von Bierfässern in der Zeit vor Einführung der Kühlschränke anschaulich erklären.“

Die nächste Bierkellerführung findet am Sonntag, 26. April, ab 16.00 Uhr statt.

www.forchheim.de
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