Fassadenprämierung in Fürth als ein Zeichen der Wertschätzung

Im Hof des „Silberfischla“ übergaben OB Thomas Jung (4.v.li.) und Baureferent Joachim Krauße (3.v.li.) Urkunden und Prämien an Mathias Kreibich (Helmstraße), Marcus Zierer (Weinbergstraße), Frank Emmerich (Dambacher Straße), Paul Held (Helmstraße) sowie Ingrid und Rainer Hübsch (Flexdorfer Straße) (v.li.n.re.). (Foto: Stadt Fürth/Claudia Wunder)

FÜRTH - Das Engagement und der finanzielle Einsatz privater Hausbesitzer trägt maßgeblich zum Erhalt des Stadtbildes bei. Die Stadt Fürth hat deshalb wieder fünf besonders gelungene Fassadenrenovierungen prämiert.

Die Stadtoberen werden nicht müde, Fürth als Denkmalstadt zu preisen. Tatsächlich habe man auch - bezogen auf die Bevölkerungszahl - die höchste Dichte an Baudenkmälern in Bayern. Den Erhalt viele dieser Baudenkmäler sichern dabei in den meisten Fällen die Eigentümer selbst - teils mit einem erheblichen monetären Aufwand. Besonders gelungene Sanierungsobjekte werden seit etlichen Jahren von der Stadt prämiert, so auch in diesem Jahr mit insgesamt 15.000 Euro.
Noch vielen Fürthern ist die Gaststätte „Zum Pfarrgarten“ ein Begriff. Sie befand sich im spätklassizistischen Anwesen in der Mathildenstraße 21. Das 1877 erbaute Haus erstrahlt mit neuer Sandsteinfassade und neuen Fenstern wieder in neuem Glanz
Mit hohem Aufwand wurde auch die prunkvolle Fassade des Logengebäudes in der Dambacher Straße, Sitz der Freimaurerloge „Zur Wahrheit und Freundschaft“, saniert und dauerhaft gesichert.
Eine wahre Mammutaufgabe hatten die Bauherren bei der Erhaltung der Gaststätte „Zum Silberfischla“ in der Helmstraße zu bewältigen. Das im 17. Jahrhundert errichtete dreigeschossige giebelständige Gebäude war insbesondere in den hinteren Gebäudetrakten stark vom Verfall betroffen. "Sprichwörtlich in letzter Sekunde", urteilt die Jury, gelang es den Bauherrn, "dieses für die Stadtgeschichte bedeutsame Gebäude im städtebaulichen Kontext zu erhalten."
Das Wohlwollen der Jury erntete auch die energetische Sanierung der Häuserreihe im Eigenen Heim in der Weinbergstraße 9 – 25. Die Zielsetzung der Denkmalpflege, das äußere Erscheinungsbild des Ensembles zu wahren, sei hier laut Jury gelungen umgesetzt worden.
Eine Prämie gab es zudem für das um 1770 erbaute Wohnstallgebäude in der Flexdorfer Straße 33. Die im Laufe der Jahre stark in Mitleidenschaft gezogene Fassade sei liebevoll wieder instandgesetzt worden.
Zwischen 2000 und 4500 Euro beträgt jeweils die Prämie. Eine Summe, die nicht unbedingt im Verhältnis zum Kostenaufwand für die Bauherren steht - das wissen auch Oberbürgermeister Thomas Jung und Baureferent Joachim Krauße. Die Fassadenprämierung sei deshalb auch eher als „Dank und Anerkennung“ gedacht, so Jung, aber auch als Anreiz für andere Hauseigentümer, „ihren Beitrag zur Verschönerung des Stadtbildes durch Fassadenrenovierungen zu leisten“, wie es Krauße formulierte.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.