Fürth blüht weiter auf: Mit mehr Geld zu Bayerns Bauboom-Region

Exemplarisch für den anhaltenden Bauboom in Fürth steht das Kavierlein, wo zahlreiche, meist höherpreisige Wohnungen gebaut wurden und noch werden. Foto: Ebersberger

FÜRTH - (web) Fürth fährt weiter auf der Überholspur. Die Bevölkerung wächst stetig an, eine Untersuchung der LBS bescheinigt einen Bau-Boom und zuletzt hat auch das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer Studie eine überdurschnittliche Kaufkraft in der Kleeblattstadt festgestellt.

Die Bautätigkeiten in Fürth reißen nicht ab. Davon künden überall die großen Baukräne, unzählige Bagger und Baufahrzeuge. Es scheint als werde jede freie Fläche gleich als Baugrund eingeordnet, den es zu füllen gilt. So baut die Genossenschaft Volkswohl derzeit rund 60 Wohnungen direkt am Stadtwald in Oberfürberg, während am Kavierlein sich mehrere Immobilienunternehmen austoben und hunderte Wohneinheiten hochziehen.
Genau 4,8 neue Häuser beziehungsweise Wohnungen je 1000 Einwohner sind im vergangenen Jahr genehmigt worden, besagen Daten des Landesamtes für Statistik, die von der Bayerischen Landesbausparkasse LBS ausgewertet worden sind. Damit liegt Fürth weit über dem bayerischen Durchschnitt (4,2) und dem von Mittelfranken (3,8). Hier liegen nur Erlangen (6,0) und der Landkreis Erlangen-Höchstadt (5,1) vor den Fürthern.
Der Bauboom bringt aber auch erhöhte Grundstücks- und Immobilienpreise sowie höhere Mieten mit sich. So wurde bezahlbarer Wohnraum für untere Einkommensgruppen in den letzten Jahren knapper. Immer wieder macht nicht nur das Sozialforum Fürth darauf aufmerksam. Ein Großteil der zuletzt entstandenen Wohnungen bewegt sich allerdings im oberen Preisbereich. Nicht wenige fordern, den Sozialen Wohnungsbau in Fürth wieder mehr anzukurbeln.
Doch scheinbar ist in der Kleeblattstadt genug Geld vorhanden, glaubt man der jetzt veröffentichten IW-Studie. Demnach verfügt beispielsweise ein Durchschnittsbeschäftigter in der Stadt Fürth mit einem (preisbereinigten) Monatseinkommen von 1713 Euro über deutlich mehr als ein Münchner (1493 Euro). Fürth liegt damit auch weit vor anderen Städten in der Region wie etwa Neumarkt (1625 Euro), Erlangen (1584 Euro) oder Nürnberg (1409 Euro). Von Einkommensarmut ist Fürth somit weit entfernt - zumindest im Durchschnitt laut der IW-Studie. Nur Erlangen und Bonn verfügen bundesweit ebenfalls über eine überdurschnittliche Kaufkraft.
Die Studie untersuchte, wie hoch das jeweilige Einkommen der Bürgerinnen und Bürger ist, und was man für dieses Einkommen im Alltag bekommt. Dabei wurden die Kosten für Essen, Miete, Bekleidung oder auch Unterhaltung berücksichtigt.
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