Stadt Fürth unterstützt SpVgg Greuther Fürth beim Stadionumbau

Nachdem 2012 die Stadionneubaupläne ad acta gelegt wurden, gab es Pläne die bisherige Gegengerade im Ronhof zur Haupttribüne mit VIP-Logen umzubauen. Dies ist nun auch hinfällig geworden. Archivfoto: Ebersberger

FÜRTH (web) - Fußball-Zweitligist SpVgg Greuther Fürth erhält beim geplanten Umbau seines Stadions finanzielle Hilfe von der Stadt. Dies hat der Stadtrat in einer nichtöffentlichen Sitzung beschlossen.

Nun geht es also der maroden, im Jahr 1951 erbauten Haupttribüne im Fürther Ronhof endgültig an den Kragen. Der Beschluss des Stadtrates lässt die Verantwortlichen beim Kleeblatt aufatmen, die Ampel für das 15-Milionen-Projekt steht auf grün. Schon im Mai sollen die Arbeiten starten. Neben Abriss und Neubau der Tribüne inklusive weiterer VIP-Logen und Funktionsgebäude soll auch die Infrastruktur rund um das Stadion verbessert werden. Geplant ist dabei auch eine Ringstraße, die für mehr Sicherheit sorgt.
Um Geld in die Kassen der SpVgg zu spülen beteiligt sich die infra fürth mit 2,5 Millionen Euro an der bereits bestehenden Stadion GmbH, einer Tochter der SpVgg Greuther Fürth GmbH & Co.KG. Darüber hinaus soll der Mietanteil der SpVgg für das Stadion ab 2016 verringert werden. Als Pächter zahlt die Stadt jährlich 420.000 Euro an den Ronhof-Eigentümer Conny Brandstätter, 210.000 Euro erhält die Stadt wiederum von der Spielvereinigung. Dieser Anteil soll dann auf 10.000 Euro schrumpfen, die Stadt würde so die Hauptlast des bis 2040 gültigen Pachtvertrages berappen müssen.
Zudem erwägt das Rathaus eine Bürgschaftsgewährung in Höhe von 16 Millionen Euro. Beides - Bürgschaft und Pachtreduzierung - muss im Stadtrat aber noch beschlossen werden. Doch das scheint nur noch Formsache zu sein.
Oberbürgermeister Thomas Jung verteidigt die Hilfen für das "sportliche Aushängeschld der Stadt". Das Kleeblatt sei Sympathieträger und Identitätsstifter, aber auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor mit rund 800 direkten und mittelbaren Arbeitsplätzen. Die Kommune profitiere zudem von den Erfolgen der SpVgg, denn das Unternehmen zählt seit 2012 zu den Top 50 der Gewerbesteuerzahler vor Ort, so Jung. Zusammen mit dem Einkommensteueranteil erhalte die Stadt jährlich über 600.000 Euro an Steuergeldern.
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